Druckschrift 
3,2 (1828)
Entstehung
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1190
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1190 Steinkolilengas.

Abdampfen ein gelbes, noch nicht untersuchtes Salz an-geschossen.

3. Gas. Bekanntlich wird das aus Steinkohlen er-haltene Gas zur Erleuchtung der Strafsen in mehrerengrofsen Städten Europa’s angewendet. Hierzu eignen sichnicht alle Steinkohlen gleich gut, manche geben mehr,andere weniger Gas. Im Allgemeinen geben sie, je rei-cher sie an Kohlenstoff sind, um so weniger Gas. Diesogenannte Cannel-coal giebt am meisten. Man rechnetüberhaupt in England 1000 engl. Cubikfufs von 1 CentnerSteinkohlen, aber diese Rechnung ist zu hoch angeschla-gen, denn man bekommt selten mehr als 900 Cubikfufsoder 4i C. Fufs vom Pfunde, und oft nicht so viel. DasGas besteht aus: ölbildendem Gas, Kohlenwasserstoffgasim Minimum, Kohlenoxydgas, reinem Wasserstoffgas, einerPortion in diesem Gemenge verdunsteten, sehr flüchtigenBrandöls, das sich beim gewöhnlichen Druck nicht darauscondensirt und zur leuchtenden Kraft des Gases bedeu-tend beiträgt; ferner kleinere Mengen von Schwefelwas-serstoff, Kohlensäuregas und Stickgas. Zu Anfang derOperation enthält das Gas das meiste ölbildende Gas undBrandöl, deren Menge dann beständig abnimmt, so daßzuletzt Wasserstoffgas und Kohlenoxydgas vorherrschen.Henry fand, dafs Gas, aus einer Gasfabrik in London,wo es aus Wigan-Cannel bereitet wird, eine Stunde nachAnfang der Operation zwischen 0,620 und 0,650 spec.Gewicht hatte, von Chlor zu 12 bis 13 Procent conden-sirt wurde *), indem sich ölbildendes Gas und Brandölcondensirten, und ein Gas von 0,527 bis 0,575 spec. Ge-

Fyfe giebt an, dafs er bei vorzüglich gutem Steinkohlengasmit Chlor eine Conden.sadon von \J l 3 roc. gefunden habe. Die-sen Versuch stellte er so an, dafs eine graduirte, nicht zu engeGlasröhre bis zu einem gewissen Zeichen über Wasser mit Chlor-gas gefüllt, und darauf ein zuvor abgemessenes, gleich grofsesVolum Gas zum Chlorgas gelassen wurde, während er das Glas,worin die Vermischung der Gase geschieht, zur Abhaltung desLichts mit einem pappenen Futteral umgab. Nach l5 Minutenbeobachtet man die Volumveränderung; die Hälfte vom ver-schwundenen Gas ist ölbildendes Gas und Brandöl.