Brenzliches Oel.
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den Bestandteile, Oel und Harz, besonders zu studiren.Das Oel will ich Brandöl (Pyrelain) und das HarzBrandharz *) (Pyrretin) nennen; so dafs ich unterbrenzlichem Oel die durch Destillation entstehende Ver-bindung verstehe, unter den eben angeführten specifischenNamen aber die einzelnen, welche für sich in diesem Zu-stand durch Destillation mit Wasser erhalten werden.
Das Brandöl begreift eine grofse Anzahl flüchtigerOele von ungleichen physikalischen Eigenschaften und Be-standtheilsverhältnissen, je nach dem Stoffe, aus welchemes erhalten worden ist. Weiter unten werde ich Gele-genheit haben, mehrere Arten davon anzuführen. Hierwerde ich nur die allen gemeinsamen Eigenschaften an-führen. Mehrentheils sind sie dünnflüssig, farblos oderschwach gelblich. Sie besitzen gewöhnlich einen sehr un-angenehmen, an starren Körpern lange haftenden Geruch,und einen eigenthümlichen, widrigen, brennenden Ge-schmack. Sie lassen sich leicht entzünden, und brennenmit heller und rufsender Flamme. Sie verdunsten in at-mosphärischer Luft, und, dieser beigemischt, geben sie ihrzuweilen die Eigenschaft, mit Flamme zu brennen, wennsie zu einer feinen Oeffnung herausslrömt und mit einembrennenden Körper entzündet wird. Hinsichtlich ihresVerhaltens an der Luft theilen sie sich in zwei Arten.Ein Theil wird, unter Verschluckung von Sauerstoff dunk-ler, und allmählich in ein dunkles oder schwarzes Harzverwandelt. Dasselbe geschieht augenblicklich, wenn manes mit einer warmen, neutralen und etwas concentrirtenLösung von schwefelsaurem Eisenoxyd schüttelt, wobeidieses von dem Oel zum Oxydulsalz reducirt wird. Einanderer Theil dagegen verändert sich sehr unbedeutendan der Luft, kann daher lange unverändert auf bewahrtwerden, und läfst sich mit schwefelsaurem Eisenoxyd so-wohl schütteln als kochen, ohne dadurch in Harz ver-
’) Ich habe hier nicht das Wort Pech (pix) gebrauchen wollen, weiles eine bestimmte Bedeutung besitzt, und eine Verbindung vonColophon mit Brandharz ist.