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Brenzliches Oel.
sistenz besitzt, falls die Menge des Pechs bedeutend ge-wesen äst. Wird dieses von der zugleich übergegangenenwässrigen Flüssigkeit abgeschieden und für sich der De-stillation unterworfen, so geht, wie es ein hineingestecktesThermometer zeigt, zuerst bei einem niederen Siedepunktetwas farbloses Oel über; dann aber treten, während derSiedepunkt steigt, wieder durchaus dieselben Erscheinun-gen, wie bei der ersten Destillation, auf. Das Oel färbtsich gelb, dann braun und endlich schwarz, wobei es dieConsistenz des Pechs annimmt. In der Retorte bleibt Kohlezurück, und mit dem Oele geht zugleich ein wenig brau-nes saures Wasser über. Danach hätte es den Anschein,als wären diese brenzlichen Oele Gemische von einerMenge verschiedener flüchtiger Verbindungen; allein diefsverhält sich nicht ganz so wie es scheint. Etwas ganzähnliches finden wir bei den natürlichen Balsamen, wel-che, wenn sie für sich destillirt werden, sehr wenig vondem in ihnen enthaltenen flüchtigen Oele geben, dagegenaber, unter beständigem Steigen des Siedepunkts, brenz-liche Oele von zunehmender Consistenz hervorbringen.Wenn man aber das braune consistente brenzliche Oel,wie einen natürlichen Balsam, mit Wasser destillirt, sogeht nur ein flüchtiges und dünnflüssiges, aber gelbes Oelüber, welches, um es farblos zu erhalten, ein Paar Malmit Wasser umdestillirt werden mufs und in der Retortebleibt, neben noch nicht überdestillirtem Wasser, einschwarzes, durchaus nicht flüchtiges Pech zurück, welchesin seinen äufseren Eigenschaften mehr Aehnlichkeit mitPflanzenharzen, als mit irgend einem andern Körper be-sitzt. Dieses braune, schwerflüssige Oel ist also, seinerZusammensetzung nach, den natürlichen Balsamen ähnlich,d. h. es besteht aus einem oder zwei (vielleicht auch meh-reren) flüchtigen, farblosen oder schwach gelben Oelen,und einem oder mehreren, durch Einwirkung der Hitzegebildeten, braunen oder schwarzen Harzen, welche fürsich nicht flüchtig sind, aber gemeinschaftlich mit demOele theilweise iiberdestillirt werden können.
Wir haben folglich in dem brenzlichen Oele die bei-