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Saures Brandharz.
wandelt zu werden. Sie lösen sich bisweilen schwer inAlkohol, aber leicht in Aether, fetten und flüchtigenOelen; werden auch von concentrirter Schwefelsäure ge-löst, welche mit ihnen chemische Verbindungen bildet, vonähnlicher Natur wie die Weinschwefelsäure. Durch Sal-petersäure werden sie in harzähnliche Körper verwandelt.Von Alkalien werden gewisse aufgelöst, andere nicht. MitAmmoniak geben sie Emulsionen, welche sich lange hal-ten. Sie lösen Harze auf, und könnten, wenn nicht ihrwidriger und lange anhaltender Geruch davon abhielte,zu Firnissen angewandt werden. Sie lösen Cantschuckauf, und lassen es, nach Verdunstung in der Wärme, mitallen seinen Eigenschaften zurück; nur ist es wie im fri-schen Zustande mehrere Monate lang ein wenig klebrig.
Das Brandharz macht eine grobe Klasse von Ver-bindungen aus, welche Harzen ähnlich sind, und, wie esscheint, mehr als andere Körper, durch den Einllufs ganzschwacher chemischer Verwandtschaften, Veränderungenin ihrer Zusammensetzung unterworfen sind. Die Brand-harze theilen sich in zwei Klassen. Die eine derselbenwird bei denjenigen trocknen Destillationen gebildet, beidenen eine saure, Essigsäure enthaltende Flüssigkeit ent-steht; diese sind Verbindungen von Brandharz mit Essig-säure, und bestehen öfters aus einem Gemisch von meh-reren, oder erweisen sich so, wenn sie mit Reagenzienbehandelt werden. Die andere Klasse entsteht, wenn dieFlüssigkeit wenig oder gar keine Essigsäure enthält, odermehr Ammoniak, als die Essigsäure, sättigen kann.
Um einen Begriff von den Eigenschaften dieser Kör-per zu geben , werde ich einige Versuche anführen, dieicli mit den Brandharzen des Birkenholzes und des Bern-steins angestellt habe.
1) Saures Brandharz vom Birkenholze. Sowie es mit Holzsäure verbunden erhalten wird, ist es bei-j- 18° halbflüssig, schwerer als die Säure, schwarz oderschwarzbraun und stinkend. Es enthält noch Brandöl, vondem man es durch Destillation mit Wasser befreien kann.Dieses Oel ist bräunlich, schwerflüssig und schwerer als