Druckschrift 
3,2 (1828)
Entstehung
Seite
958
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958 Branntwein.

mit Honig versetzt in Gährung gebracht wurde, gewesensein.

Branntwein.

Mehrere gegohrene Flüssigkeiten werden nur zu demEndzweck bereitet, um daraus den Alkohol abzuscheiden,wobei man keine Rücksicht auf solche Einmengungennimmt, welche die gegohrene Masse, so wie sie ist, zumGeniefsen unbrauchbar machen. Solche sind die soge-nannten Branntweinmaischen.

Der Branntwein wird theils aus Getreide, theils ausKartoffeln gewonnen, welche letztere nun am Allgemein-sten dazu angewendet werden.

Getreide-Branntwein. Hierzu können die ge-wöhnlichen Getreidearten gebraucht werden; der Waizengiebt am meisten, und der Hafer am wenigsten. Roggenund Gerste werden am Allgemeinsten, und gewöhnlich ge-mengt, angewendet. Zuweilen nimmt man ein Gemengevon Roggen, Gerste und Haler. Auf 7 Th. gemengtesGetreide setzt man 1 Theil Gerstenmalz. Die gemengteMasse wird zu einem groben Pulver gemahlen, welchesman Schrot nennt. Es darf nicht in Mehl verwandeltwerden, weil es sich in Vermischung mit Wasser so leichtzusammenklumpt. Dieses Schrot wird hierauf einer Reihevon, bestimmte Zwecke beabsichtigenden, Operationen un-terworfen, die sich unter folgenden einbegreifen lassen:a) das Einteigen, welches eigentlich in der gleich-förmigen und vollständigen Befeuchtung besteht. Es wirdso gemacht, dafs man zuerst kaltes und darauf kochend-heifses Wasser in einen Bottich schüttet *), so dafs die

Dubrunfaut behauptet, dafs man bei dem gewöhnlichen Ein-maischen in Holland ungefähr Branntwein mehr, als in anderenGegenden bekomme, aus dem Grunde, weil man dazu ein sehrkalkhaltiges Brunnenwasser, statt des gewöhnlichen See- oderFlufswassers, anwendet. Wenn diefs gegründet ist, was manaber wohl nicht ohne bestätigende Versuche annehmen darf, sokönnte eine Handvoll fein geriebener Kreide, in die Maische ge-worfen, denselben Nutzen bewirken, der darin bestehen würde,dafs der Kalk die Essigsäure sättigte, die sich bei der Gährungbildet und zu weiterer sauren Gährung disponirt.