Aepfelwein. Mcth. 9')7
Stärkegummi, Zucker, Pflanzenleim, braunen Extraktiv-stoff, phosphorsaure Kalkerde und Talkerde, die in freierPhosphorsäure und Essigsäure aufgelöst sind. Bei Zusatzvon Ammoniak werden diese Erdsalze in grofser Mengeaus starkem Bier und Porter gefällt: beim Abdampfenhinterlassen diese Getränke gewöhnlich einen braunen,klebrigen Syrup oder extraktähnliche Masse, deren Mengesehr bedeutend ist, weshalb sie auch in so hohem Gradenährend sind.
Aepfelwein und Metli.
Aepfelwein oder Ci der wirdeine gegohrene Flüs-sigkeit genannt, die vorzüglich im nördlichen Frankreichund einigen Gegenden von Deutschland das allgemeineGetränk des Volkes ausmacht. Er wird von reifenAepfeln, wenn auch nicht immer den besseren Sorten, be-reitet, indem dieselben zerquetscht und ausgeprefst wer-den. Der ausfliefsende Saft wird in Fässern im Kel-ler in Gährung gehen gelassen, die oft erst im MonatMärz eintritt; nachdem sie eine Zeit lang angehalten,wird die Flüssigkeit häufig auf Flaschen gefüllt und ver-korkt und wird dadurch moussirend. — Die ausgeprefsteAepfelmasse wird gewöhnlich noch mit kochendheifsemWasser übergossen und noch einmal ausgeprefst, wodurchman eine geringere Sorte Aepfelwein erhält.
Durch gleiche Behandlung von Birnen wird derBirn-wein, Poiree oder Perry, gewonnen, der gewöhnlich durchdie Kerne einen weniger angenehmen Beigeschmack hat.
Metli, welcher den Wein der ältesten Vorfahrender Schweden ausmachte, wird bereitet, indem man 1 Th.Honig in 2f. Th. kochenden Wassers auflöst, mit verschie-denen aromatischen Stoffen, wie Gewürznelken, Muskat-blüthen u. a. und einer Portion Malzschrot versetzt, unddurch ein hineingelegtes Stück geröstetes Brot, welcheszuvor in Bierhefe getaucht worden ist, in Gährung ver-setzt. Der scandinavische Metli enthielt gleichwohl nichtdie eben genannten Aromata, sondern soll eine Infusionvon getrockneten Schlüsselblumen (Prhnula veris), welche
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