Druckschrift 
3,2 (1828)
Entstehung
Seite
952
Einzelbild herunterladen
 

952

Wein.

verschiedenen Sommern und verschiedener Behandlung derTrauben. Ich erwähnte, clafs in wärmeren Climaten derWein stärker werde, weil der Traubensaft mehr Zuckerund weniger freie Säure als in kälteren enthalte; aufgleiche Weise wird der Wein besser in warmen undtrockenen Sommern, als in kühlen und feuchten. Manerhält einen stärkeren Wein, wenn die Trauben nichteher gebrochen werden, als bis sie am Stocke schon soweit eingetrocknet sind, dafs sie runzlich zu werden an-fangen, oder wenn ein Theil Traubensaft bis zu gröfsererConcentration abgedampft und dann dem nicht abgedampf-ten Saft beigemischt wird (Sect, Yino secco, Ausbruch),oder wenn die Trauben auf Stroh ausgebreitet liegen ge-lassen werden, bis sie durch das Eintrocknen runzeliggeworden sind (Vin de paille), oder wenn Traubenzuk-ker, Rohrzucker oder brauner Syrup dem ausgeprefstenTraubensaft vor dem Gähren zugesetzt wird.

Der Alkoholgehalt des Weins ist von mehreren Che-mikern untersucht worden, unter der Voraussetzung, dafsdie Quantität davon bei Wein von denselben Arten immereinigermaafsen gleich sei. Folgende tabellarische Aufstel-lung von Weinen zeigt, nach den Versuchen von Br and e,den verschiedenen Gehalt an Alkohol, letzteren im höchstconcentrirten Zustand und in Procent vom Volum der

Flüssigkeit gerechnet:

Portwein

19,82

bis 24,95

Madeira

18,0

bis 22,61

Constantia

18,29

Laciymä Christi

18,24

Xeres (Sherry)

17

bis 18,37

Lissabon

17,45

Rother Madeira

17,04

Cap Madeira

16,77

Cap Muscat

17,00

Calcavello

16,76

Weifser Hermitage

16,14

Malaga

15,98

Roussillon

15,96