gas nicht entweichen kann, sondern in der Flüssigkeit zu-riickgehalten wird und beim Oeffnen iler Flaschen mit.Aufbrausen weggeht. Solche Weine werden in der Cham-pagne und Bourgogne in Frankreich bereitet, und neuer-lich hat man angefangen Fabriken von moussirenden Wei-nen anzulegen, die man künstlichen Champagner nennt.Da sich bei der Entwickelung des Kohlensäuregases nocheine kleine Menge Hefe abzusetzen fortfährt, so stellt mandie Flaschen, nach der Angabe von Thenard, auf dieKorke, und wenn sich die Hefe abgesetzt hat, so öffnetman sie nur gerade so weit, als zur Austreibung der Hefenöthig ist, worauf man den Kork wieder eindrückt undfestbindet, und sich der Wein nun in den Flaschen klarerhält. — Man kann Wein künstlich mit Kohlensäuregas,auf dieselbe Art wie Wasser, itnprägniren, und durchEinlegen von einer entzweigeschnittenen grofsen Rosinein eine Flasche gewöhnlichen Weins und Zubinden desKorkes bekommt man öfters den Wein nach einigen Mo-naten moussirend.
Die Zusammensetzung des Weins ist, nach Farbeund Geschmack zu schliefsen, verschieden. Die allgemei-nen Bestandlheile aller Weine sind: Wasser, Alkohol, un-zerstörtcr Zucker, Gummi, Extraktivstoff, theils noch un-veränderter von den Trauben her, theils durch die Geh-rung auf Kosten des Zuckers gebildeter (vergl. pag. 944.),freie Essigsäure, saures weinsaures Kali, weinsauren Kalk,weinsaures Thonerde-Kali (vorzüglich in deutschen Wei-nen), schwefelsaures Kali und Kochsalz, zu welchen Be-standfheilen in den rothen Weinen noch Gerbstoff undrother Farbstoff kommt, welcher letzterer, nach Robi-quet, soll krystallisirt erhalten werden können. — DieVerschiedenheit in den relativen Mengen dieser Bestand-teile, so wie die specifischen Verschiedenheiten im Ex-traktivstoff u. dgl., machen die so mannigfaltigen Wein-sorten aus.
Der Alkoholgehalt des Weins ist sehr verschieden,theils nach den verschiedenen Ländern und Climaten,theils für dasselbe Land nach dem verschiedenen Boden,