Granatäpfel. Kreuzdornbccrcn. Stachelbeeren. 889
Jjegt, aufser in den ungleichen Proportionen zwischenSäure, Zucker und Gummi, in einem eigenen aromati-schen, vielleicht flüchtigen Stoff, von dem die Analyse bisjetzt nocli keine Rechenschaft geben konnte. Uebrigensvermifst man in Berarcl’s Analysen Gerbstoff, der sichdoch oft durch das Schwärzen der Messer beim Zerschnei-den von Aepfeln oder Birnen zu erkennen giebt. Auchfehlt dabei die Gallerlsäure, die in allen diesen Früchtenenthalten ist, so wie äpfelsaures Kali.
In Beziehung auf die chemischen Erscheinungen beimReifen der Früchte, auf den Einfiufs der Luft dabei unddie Veränderung der Bestandteile, verweise ich übrigensauf pag. 20S.
Punica Granatum. Die Schale der Granatäpfelwird in der Medicin gebraucht. Nach der Analyse vonReufs enthält sie: Gerbstoff 27,8, Flarz 0,9, Extraktiv-sloff21,S, Gummi 34,2, Gerbstoffabsatz 10,2, (Verlust 5,1);Spur von Galläpfelsäure.
Rhamnus catharticus. Die Kreuzdornbeeren sindvon Vogel untersucht worden. Der ausgeprefste und biszum Extrakt abgedampfte Saft pflegt Saftgrün genannt zuwerden. Er enthält einen grünen extraktartigen Farbstoff,der in Alkohol und Wasser leicht auflöslich, in Aetber,fetten und flüchtigen Oelen unauflöslich ist. Durch Gäh-rung des Saftes ward er purpurroth. Außerdem enthältder Saft Gummi, Zucker und eine stickstoffhaltige Materie.
Ribes Grossularia, nigrum, rubrum. Die Sta-chelbeeren sind von Berard analysirt. Man hat allenGrund anzunehmen, clafs die Johannisbeeren eine ähnlicheZusammensetzung haben, aber in veränderten Verhältnis-sen, z. B. mehr Säure in den rothen und einen eigenenaromatischen Stoff in den schwarzen, der zugleich in derganzen Pflanze verbreitet ist.
Die Stachelbeeren enthalten:
Unreife.
Reife.
Harziges Blattgrün
0,03
—
Zucker
0,52
6,24
Gummi
1,36
0,78
Pflanzeneiweifs
1,07
0,SG