Druckschrift 
1,1 (1825)
Entstehung
Seite
436
Einzelbild herunterladen
 

436 Emsaugen der Gase in Flüssigkeiten.

men als möglich von der Luft, und untersuchte dann ihrVermögen, verschiedene Gasarten einzusaugen. Die Re-sultate sind in folgender Tabelle enthalten, welche vonder Voraussetzung ausgeht, dafs 100 Volumina oder Maafs-theile der Flüssigkeit angewandt worden sind; die leerenStellen deuten an, dafs hier keine Versuche angestelltworden sind.

Absorbirte Gasarten.

Schwefelsaur.Gas

Schwefelwasser-

stofFgas

Koblensaur. GasGasförmig. Stick-stoffoxydulOelbildendes GasSauerstoffgasKohlenoxydgasWasserstoffgasStickstoffgas

:Q Jl

«

Wasser.

Gesättigteisung v. Koisalz.

Alkohol.

Bergnapht

Lavendel©]

Baumöl.

4378,0

—

11577,0

—

—

—

253,0

606,0

._

_ _

_

106,0

67,0

186,0

169

191

151

76,0

29,0

153,0

254

275

150

15,5

10,0

127,0

261

209

122

6,5

—

16,25

—

—

—

6,2

5,2

14,5

20

15,6

14,2

4,6

—

5,1

—

—

—

4,2

—■

4,2

—

—

—

Aus diesen Untersuchungen ersehen wir, dafs die Ca-pacität der verschiedenen Flüssigkeiten für ein und das-selbe Gas verschieden sei, und dafs dieselben nicht, wieDalton glaubte, einerlei Einsaugungs-Vermögen besitzen.Eben so wenig sind die Mengen der verschiedenen Gas-arten, welche von den verschiedenen Flüssigkeiten ein-gesogen werden, unter einander proportional. Hierausscheint also zu folgen, dafs die Zusammensetzung einerFlüssigkeit auf ihr Absorptions-Vermögen einen wesentli-chen Einflufs habe, welcher entweder in der Verschie-denheit der Verwandtschaften, oder in der verschiedenenGestalt der kleinsten Theilchen und der daraus entstehen-den Verschiedenheit ihrer Zwischenräume, in welchen dieGase sich eindrängen und zusammengedrückt werden, sei-