Brennbare Körper. 183
des anderen Gases vereinigen, so dafs in den Verhältnis-sen kein Bruch vorkömmt.
Ob wir nun schon nicht alle brennbare Körper inGas verwandeln können, und die meisten von ihnen, diewir zu verflüchtigen im Stande sind, ihre Gasgestalt nurbei so hoher Temperatur beibehalten, dafs wir sie nichtmehr zu messen vermögen, so haben wir doch Grund zuvermuthen, dafs die Verhältnisse, nach welchen der Sauer-stoff sich mit den brennbaren Körpern verbindet, undselbst diejenigen Verhältnisse, nach welchen sich die brenn-baren Körper unter einander selbst vereinigen, mit denrelativen Maafstheilen dieser Körper bei derjenigen Tem-peratur in Uebereinstimmung stehen, bei welcher diesebrennbaren Körper Gasgestalt annehmen würden, (dieseTemperatur mag auch übrigens so hoch sein, als sie nurwolle) — und dafs diese Vereinigung auf solche Weisegeschehe, dafs ein Volumen oder Maafstheil der einenGasart entweder mit einem einzigen Volumen, oder mit2, 3, 4 oder mehreren Maafstheilen des anderen Gasessich verbinde. Die Lehre von diesen Verhältnissen, wel-che beim Anfänge des Studiums der Chemie weniger leichtverständlich ist, wird im dritten Theile bei Erklärungder chemischen Proportionen ausführlicher abgehandeltwerden *).
2. Brennbare Körper.
Man glaubte vormals, dafs die Brennbarkeit allerKörper durch einen Stoff hervorgebracht werde, welcherdurch die ganze Natur verbreitet sei, beim Verbrenneneines Körpers entweiche, und welchem man den NamenPhlogiston gab. Allein man kannte damals weder den
Man sehe darüber den ans dem driue'n Theile dieses Lehrbuchsbesonders ausgehobenen Versuch über die Lehre von den che-mischen Proportionen und über die chemischen Wirkungen derKlektricität nach, welche in einer deutschen Bearbeitung beiArnold in Diesdeu 1820 erschienen ist.