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1,1 (1825)
Entstehung
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362
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362 Entdeckung d. Zusammensetz, des Wassers.

wohnlich säuerlich und enthält ein wenig Salpetersäure.Diefs rührt daher, dafs der Braunstein, aus welchem dasSauerstoffgas gewöhnlich bereitet wird, Stickstoff enthält,dessen Beimengung schwerlich vermieden werden kann,und dafs den Stickstoff ungerechnet, welcher von deratmosphärischen Luft unter der Glocke zurückgebliebensein kann derselbe durch die Flamme des Wasserstoff-gases mit erhitzt und durch das Verbrennen in Salpeter-säure verwandelt wird. Durch grofse Sorgfalt bei derBereitung des Sauerstoffgases und beim Füllen der Glockekann man es indessen dahin bringen, völlig reines undvon Salpetersäure freies Wasser zu erhalten. Bleibt da-gegen beim Anfänge des Versuches atmosphärische Luft,statt reinen Sauerstoffgases, in der Glocke zurück, sokann der Gehalt an Salpetersäure ziemlich bedeutendwerden.

Die Entdeckung der Zusammensetzung des Wassersgehört dem Engländer Cavendish an, und ist nochkein halbes Jahrhundert alt. Sie wurde von den franzö-sischen Chemikern bestätiget und genauer bestimmt, fandaber dennoch ihre hartnäckigen Widersacher. Man glaubtenämlich gefunden zu haben, dafs Wasser, welches aufglühende Metalle getropft oder durch glühende Thonröh-ren geleitet werde, sich zum Theil in Stickstoffgas ver-wandele. Allein von Hauch bewies, dafs dieses Stick-stoffgas von der benachbarten atmosphärischen Luft her-rühre, und dafs man keines erhalte, wenn man Apparatevon Metall anwendet und die aus porösen Körpern, wieThon oder Steingut, vermeidet. Eben so glaubte mangefunden zu haben, dafs Wasser, theils durch Reiben imMörser, theils durch Kochen in Glasgefäfsen, in Erdeverwandelt werden könne; allein im ersteren Falle ent-stand die Erde durch Abnutzung des Mörsers, im letz-tem durch Auflösung des Glases. Lavoisier digerirte14 Wochen lang Wasser beiJ 85° in einem verschlos-senen Glasgefäfse, und fand, dafs das Glas eben so vielam Gewichte verloren habe, als die mit dem Wasser ge-mengte Erde, mit den bei Verdunstung des Wassers zu-