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1,1 (1825)
Entstehung
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350
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350 Stickstoff-Oxydg. - u. Schwefelkal.-Eudiometer.

Wenn man die Eudiometerröhre krümmt, wie inFig. 16. B., so kann man den Phosphor mit Hülfe einesLichts erhitzen, so dafs er sich entzündet und den Sauer-stoff der Luft auf einmal absorbirt, dann mufs man aberbeim Einfüllen des Gases so viel Quecksilber in der Röhrezurücklassen, dafs kein Theil des unter dem Verbrennensich ausdehnenden Gases herausschlüpfen kann.

3) Das Eudiometer mit Stickstoff-Oxydgasist häufig von Humboldt und von den älteren französi-schen Chemikern gebraucht worden, und war eine Haupt-ursache von den unrichtigen Begriffen, die man sich an-fangs von der Zusammensetzung der atmosphärischen Luftmachte. In allen chemischen Schriften vor 1802 findetman die Verhältnisse ihrer Bestandtheile zu 27 bis 2STheilen Sauerstoffgas und 72 bis 73 Theilen Stickstoffgasangegeben, indem man annahm, dafs, so wie die Wit-terung veränderlich ist, auch der Sauerstoffgehalt derLuft steten Veränderungen unterworfen sei. Diefs rührtevon der Eigenschaft des Stickstoff-Oxydgases her, sich nachverschiedenen Verhältnissen mit Sauerstoff zu vereinigen,je nachdem die Eudiometerröhre von verschiedener Weiteist, oder verschiedene Mengen Gas zugesetzt werden, wieich weiter unten, bei Beschreibung dieser Gasart, ausein-ander setzen werde. Der unrichtige Begriff von den Pro-portionen zwischen den Bestandteilen der atmosphärischenLuft wurde im J. 1801 von de Marti berichtigt, derauf verschiedenen Wegen zeigte, dafs die eudiometrischenProben stets gleichen Ausschlag geben, wenn man nichtStickstoff-Oxydgas als eudiometrisches Mittel anwendet,und nun ist dessen Unzuverlässigkeit allgemein anerkannt.

4) Das Eudiometer mit Schwefelkaliumwurde von Scheele eingeführt, welcher uns zuerst denUnterschied zwischen den Bestandteilen der Luft kennenlehrte. Es gründet sich darauf, dafs Auflösungen vonSchwefelalkalien das Sauerstoffgas verzehren, während einTheil ihres Schwefels sich damit zu unterschweffichterSäure verbindet. Es ist für die Prüfung grofser Luftmen-gen passend. Wenn die Lösungen warm sind und um-