Druckschrift 
1,1 (1825)
Entstehung
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Phosphor - Eu diometer.

Rohr wird an die Quecksilberwanne mit einer Sprungfe-der befestiget, welche das Rohr im Augenblicke der De-tonation etwas in die Höhe läfst, doch nur soweit, dafses nicht aus dem Quecksilber herauskommt, wodurch dasGlas weniger auszuhalten hat. (S. Art. Eudiometer imAnhänge.)

2) Phosphor-Eudiometer. Eine Glasröhre von1G Zoll Länge und 2 Linien Durchmesser, wird an einemEnde zu einer Kugel ausgeblasen, und unterhalb derKugel etwas eingezogen, wie Fig. lfi. Taf. II., so dafsab einen geringeren Durchmesser als b c erhält. Manmacht sich nun Stückchen von Phosphor, welche durchab durchgehen, legt ein solches Stückchen Phosphor hin-ein und füllt die Röhre mit Quecksilber. Der Phosphor,welcher schief in die Kugel fällt, kann von selbst niclrtwieder herausfallen. Die Röhre wird nun umgekehrt ineine andere mit Quecksilber gefüllte Röhre (wie B. Fig. 15.)gestellt, worauf man die zu untersuchende Luft hinein-bringt und den Apparat ruhig stehen läfst. Der Phosphorfängt nun an, einen Rauch von phosphorichter Säure vonsich zu geben, welcher immerfort niedersinkt. Wenn sichdieser Rauch nicht mehr bildet, und der Phosphor imDunklen zu leuchten aufgehört hat, wird die Röhre so-weit hinabgedrückt, bis das Quecksilber in und aufserderselben in gleicher Höhe steht. Die verschwundeneLuft war Sauerstoffgas, die zurückbleibende aber ist Stick-stoffgas, in welchem der Phosphor verdunstet, und wel-ches dadurch um ~ seines Volumens ausgedehnt wordenist, welcher Zuwachs in Abrechnung gebracht werdenmufs. Man wird bei diesem Versuche finden, dafs dieatmosphärische Luft 0,21 an ihrem Volumen verloren hat;indessen giebt jeder Versuch kleine Abweichungen, so dafsman 0,20 bis 0,21 verzehrt findet. Diefs rührt jedochnicht von einer Verschiedenheit des Gehalts der Luft anSauerstoffgas, sondern von kleinen unvermeidlichen Zu-fällen beim Versuche selbst her. Es versteht sich vonselbst, dafs auch hierbei das Thermometer beobachtetwerden mufs.