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1,1 (1825)
Entstehung
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Blaue Farbe des Himmels.

der ganzen Gewichtsmasse des in der Atmosphäre enthal-tenen Sauerstoffs ausmachen dürfte, und daher durch dasEudiometer sich nicht messen lasse. Diefs mag sich nunwirklich so verhalten, oder nicht, — denn die Richtigkeitsolcher Berechnungen läfst sich nicht erweisen — so istdoch soviel gewifs, dafs uns die Weltgeschichte mit kei-nem Umstande bekannt macht, aus welchem sich die Ver-muthung ableiten liefse, dafs die Atmosphäre in früherenZeiten reicher an Sauerstoff gewesen sei, als jetzt.

Die Atmosphäre ertheilt dem über uns befindlichenHimmel eine blaue Farbe. Wahrscheinlich gehört dieseblaue Farbe der Luft an, und vermuthlich ist sie soschwach, dafs man sie nur bemerkt, wenn man die Luftin Masse sieht. Wäre die Luft ein vollkommener Licht-leiter, so würde der Himmel schwarz aussehen, wir wür-den in ein unbeschreibliches Dunkel blicken, und das Ta-geslicht würde sehr ungleich auf unsere Erde fallen; stattdafs nun die Lichtstrahlen von der Atmosphäre zurückgeworfen werden und zu einer stärkeren und gleichförmi-geren Vertheilung des Lichts beitragen. Die eigentlicheFarbe der Luft scheint dunkelblau zu sein. Wenn manden Himmel von hohen Bergen aus betrachtet, so erscheinter dunkler, je höher man kommt, weil die Atmosphärehier niedriger wird und der sie umgebende dunkle Raumihre Farbe verdunkelt. Das Verlaufen der Farbe des Him-mels aus dem Dunkelblauen bis in’s Hellblaue und end-lich fast bis in’s Weifse, rührt von Wasserdämpfen her,die in der Luft schweben, von der Sonne erleuchtet wer-den und ihr Licht zurückwerfen. Je gröfser die Mengesolcher Dämpfe in der Luft ist, desto heller blau erscheintdiese, und umgekehrt. Daher ist sie des Morgens undAbends heller, des Mittags und Nachts aber dunkler vonFarbe, besonders im Winter.

Chemische Untersuchung der Atmosphäre.

Eudiometrie.

Die Art, den Sauerstoffgas-Gehalt der Luft zu unter-suchen, nennt man Eudiometrie.