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1,1 (1825)
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347
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Chemische Untersuchung der Atmosphäre. 347

Man glaubte lange, dafs dieser Gehalt sich verändere,und dafs hiernach die Luft mehr oder weniger schädlichfür die Gesundheit sein könne. Ich habe mehrmals ange-führt, dafs die Mengung der Atmosphäre in freier Luftsich immer gleich bleibe, und dafs jenes also unrichtigsei. Die Stoffe hingegen, welche die Luft für die Ge-sundheit nachtheilig machen, und bei Menschen und Thie-ren Krankheiten befördern, sind in ihr als Dünste ent-halten, und verändern ihren Gehalt an Sauerstoff so un-bedeutend, dafs man die stinkende Atmosphäre um Lei-chen herum, sowohl im Freien, als in Zimmern, die demZutritte der Luft nicht ganz vollkommen verschlossen sind,eben so sauerstoffgashaltig, als die übrige Luft gefundenhat. Dergleichen Stoffe findet man in äufserst geringenQuantitäten der Luft beigemengt, auf eben die Weise,wie Phosphor im Wasserstoffgas, Stickstoffgas u. s. w.verdunstet, ohne die Natur dieser Gase zu verändern.Sie können nicht durch Eudiometrie entdeckt werden,ungeachtet wir in neuerer Zeit sie zu zerstören und ihreschädlichen Einflüsse auf die Gesundheit aufzuheben ge-lernt haben, wie ich schon beim Chlor erwähnt habe.

Es giebt verschiedene Methoden, den Gehalt der Luftan Sauerstoffgas zu untersuchen, wovon ich die vorzüg-lichsten anführen werde.

1) Das Wasserstoffgas - Eudiometer. Diesesbesteht aus einer Glasröhre, die ungefähr 8 Zoll Längeund 2 Linien Durchmesser hat. Sie ist an einem Endezugeschmolzen und ^erweitert sich nahe dabei zu einerKugel (Fig. 15. A. Taf. II.), in welcher man zwei Dräthevon Eisen, oder lieber von Platin, einlöthet. Diese Dräthewerden an den Enden abgerundet und stehen in der Ku-gel etwa 1 bis 1£ Linie von einander ab. Die Röhrewird so graduirt, dafs man sich ein kleines Maafs voneiner Glasröhre macht, welches an einem Ende zugebla-sen, am andern aber eben so geschliffen wird, wie Fig. ID.Taf. II. Dieses füllt man mit Quecksilber und streicbidas Ueberfliissige mit einer kleinen Glasscheibe vom Maafseab. Dieses ist nun die Einheit, und man graduirt damit