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Chlorkiescl.
ist, um mit dem Schwefel Schwefelwasserstoff zu bilden.Der Schwefelkiesel besteht folglich aus 30 Th. Kiesel und70 Th. Schwefel. Der mit Schwefel nicht vollkommengesättigte Kiesel hat eine aschgraue Farbe, verhält sichaber im Uebrigen wie der vorige, mit dem Unterschiede,dafs er bei der Auflösung im Wasser den noch freienKiesel ungelöst zurückläfst.
Kiesel konnte nicht mit Phosphor verbunden werden.
C hl o rls i c s e 1.
Wird Kiesel in einem Strome von Chlorgas erhitzt,so entzündet er sich und brennt. Wird das, über denKiesel gegangene Gas in eine abgekühlte Vorlage gelei-tet, so wird der Chlorkiesel als eine gelbliche Flüssigkeitcondensirt, deren Farbe jedoch von absorbirtem Chlor-gase herzurühren scheint. Diese Flüssigkeit ist sehr flüchtig,hat einen saueren stechenden Geruch, der, wie das Cyan-gas, die Schleimhaut der Nase und die Augen reitzt; sieraucht stark an der Luft, von deren Feuchtigkeit sie inSalzsäure und Kieselsäure zersetzt wird. Sie röthet einStück eingetauchtes Lackmuspapier noch weit über dereingetauchten Stelle. In Wasser getropft, fliefst sie obenauf; grofsentheils wird sie davon aufgelöst, setzt aberdoch etwas Kieselerde als Gelee ab. Wird ein TropfenChlorkiesel von einem Tropfen Wasser berührt, so fliefstersterer um letzteren herum, es entwickelt sich salzsauresGas und der Wassertropfen gelatinirt von Kieselsäure.Kalium wird davon nicht verändert, werden sie aber zu-sammen erhitzt, so verwandelt sich die Flüssigkeit in Gas,worin sich das Kalium, wenn es eine höhere Temperaturerlangt hat, entzündet und verbrennt. Man erhält Kie-selkalium und Chlorkalium (salzsaures Kali). Wenn Kie-sel in Chlorgas verbrennt, so bleibt die Kieselsäure, wo-mit er verunreinigt sein konnte, zurück. Ist der Kieselrein und das Chlorgas frei von atmosphärischer Luft, sobleibt kein Rückstand. Der Chlorkiesel besteht aus 17,3Kiesel und 87,7 Chlor.
Es glückte nicht, Kiesel mit Jod zu verbinden.