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1,1 (1825)
Entstehung
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315
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Schwefelbor. Chlorbor.

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Scliwefelbor.

Mit Schwefel verbindet sich Bor, wenn er bis zumWeifsglühen in Schwefelgas erhitzt wird; er entzündet sichdann und brennt mit rothem Feuer, aber der Schwefel-bor bedeckt gewöhnlich den unverbrannten Antheil, sodafs selten die Masse vollständig sich mit Schwefel ver-bindet. Da, wo diefs geschehen ist, ist der Schwefelborweifs und undurchsichtig. Das Meiste wird grau und hatfast dieselbe Farbe wie zuvor. Bor scheint sich in mehrals einem Verhältnisse mit Schwefel verbinden zu können.Das Schwefelbor, welches man erhält, w r enn die ver-brannte Masse noch so lange glühend erhalten wird, bissich das Schwefelgas an kältere Theile condensirt hat,wird von Wasser mit heftiger Entwickelung von Schwefel-wasserstoffgas zu einer klaren, Borsäure haltenden Flüssig-keit aufgelöst. Dasjenige dagegen, welches beim Entzün-den im Schwefelgase aus dem Feuer genommen und folg-lich im Schwefelgase erkalten gelassen wird, giebt beider Auflösung im Wasser, aufser Schwefel-Wasserstoffgas,Schwefel in der Art feiner Zertheilung, welche Schwe-felmilch (Lac sulphuris) genannt wird, und welche einechemische Abscheidung von Schwefel bei der Auflösunganzeigt. Man hat angegeben, Bor und Schwefel könntenzu einer grünlichen Masse zusammengeschmolzen werden;diefs ist aber nur ein mechanisches Gemenge, von wel-chem der Schwefel mit Hinterlassung unveränderten Borsabdestillirt werden kann.

Es ist nicht gelungen, Bor mit Phosphor zu verbinden.

C h 1 o r b o r.

Frisch dargestellter Bor, der noch nicht im luftlee-ren Raume erhitzt worden ist, und noch nicht die durchdie Hitze entstehende gröfsere Dichtigkeit angenommenhat, entzündet sich von selbst im Chlorgase und brenntmit Lebhaftigkeit, aber der dichtere Bor entzündet sichnicht darin ohne Hülfe äufserer Wärme. Das Product die-ser Verbindung ist ein farbloses Gas, welches, wenn esmit der Luft in Berührung kommt, einen dicken Dampf