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Verbrennung des Bors.
sei Boroxyd, aber ich habe nicht die geringste Verschie-denheit dieses Bors von andern finden können; er befin-det sich indefs in demjenigen dichteren Zustande, in wel-chen er durch die Hitze versetzt wird. Mit Salpeter ver-pufft Bor beim anfangenden Glühen mit einer Heftigkeit,welche einer Explosion gleicht. Mit kohlensaurem Alkaligemengt und erhitzt, verbrennt er auf Kosten der Kohlen-säure, es wird Kohle reducirt und die Masse davon ge-schwärzt. Wird Bor zu geschmolzenem kaustischen Alkaligesetzt, so entsteht ein Aufbrausen, es wird Wasserstoff-gas entwickelt und der Bor auf Kosten des Wassers oxy-dirt. Wird der Versuch unterbrochen, so erhält man dennicht oxydirten Bor unverändert wieder, wenn das Alkalimit Wasser ausgezogen wird. Auf nassem Wege oxydirtsich Bor sehr leicht, wenn er mit Salpetersäure oder Kö-nigswasser digerirt wird. In allen diesen Fällen bildetsich Borsäure, die einzige bis jetzt bekannte Oxydations-stufe von Bor. Die Borsäure besteht aus Bor 31,19 undSauerstoff 6S,S1.
Bor geht, soviel man bis jetzt weifs, keine bestimmteVerbindung mit Wasserstoff ein, aber nach Davy enthältdas Wasserstoffgas, welches sich beim Uebergiefsen des miteinem Ueberschusse von Kalium reducirten Bors mit Was-ser entwickelt, eine Spur von Bor, und Leopold Gme-lin fand, dafs, wenn Boreisen in Salzsäure aufgelöst wird,man ein Wasserstoffgas erhalte, welches wie Asa foetidariecht, und welches, wenn es über Wasser mit Chlor ge-mengt wird, von Borsäure trüb und nebelig wird; aberes enthält nur sehr wenig Bor. Diefs zeigt folglich, dafses keine solche bestimmte chemische Verbindung mit Was-serstoff giebt, wie wir vorher bei den übrigen Matallo'i-den kennen gelernt haben; da man aber den Bor nichtals im Gase verdampft enthalten betrachten kann, so kannman wohl annehmen, dafs sein Borgehalt von einer, demWasserstoffgase beigemengten, ähnlichen bestimmten Ver-bindung herrühre.