Druckschrift 
1,1 (1825)
Entstehung
Seite
161
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Fliissigk. in der thermoelektr. Reihe. 161

des Multiplicators zusammengelöthet, oder geschieht dieErhitzung weit vom Contactspunkte, so werden keinemagnetische Phänomene bemerkbar, berührt man aberdann den Drath in der Nähe der erhitzten Stelle mit ei-nem gröfseren und kalten Stücke desselben Metalls, sosieht man aus der Bewegung der Magnetnadel, dafs einelektrischer Strom entsteht. Diefs beweist, besser als einanderer Versuch, dafs die Bedingung zur Erregung deselektrischen Stromes nicht allein in Erhitzung eines Punk-tes, sondern auch darin besteht, dafs die Wärme auf dereinen Seite dieses Punktes schneller abgeleitet wird undnicht gleichmäfsig nach beiden Seiten strömt, wodurchgleichbeschaffene elektrische Ströme in entgegengesetzterRichtung entstehen und einander aufbeben würden. DieseUngleichheiten in Ableitung der Wärme entstehen durchden grofsen Unterschied in der Temperatur, wenn daskalte Ende des Multiplicators das glühende trifft, oderwenn die eine Seite der erwärmten Stelle künstlich ab»gekühlt wird, wobei die Wärme schneller nach der kal-ten strömt. v. Yelin erhitzte Metallstangen von 7 bis8 Zoll Länge und i bis§ Zoll Dicke, von dem einenEnde nach der Mitte zu, und kühlte die andere Hälftemit Eis ab. Die Stange wurde dadurch transversal pola-risch, und der Nordpol der Magnetnadel wich unter demwarmen Theile nach Osten und unter dem kalten nachWesten. Wurde die Stange in der Mitte erhitzt und dieEnden abgekühlt, so entstand eine ähnliche Polarität unddurchaus so, als wenn zwei Stangen mit den erhitzten En-den an einander gelegt worden wären.

Auch Flüssigkeiten wirken in der thermoelektrischenReihe. Seebeck hat gefunden, dafs concentrirte Säuren,z. B. Schwefelsäure, Salpetersäure und Salzsäure, ihreStelle über dem Wismuth haben, dagegen die concentrir-ten, feuerfesten Alkalien, in entgegengesetzter Ordnung,unter dem Antimon. Durch Verdünnung mit Wasserrücken die Säuren mehr nach der Mitte der Reihe, wo-gegen die Alkalien nach der Verdünnung ihre Stelle be-halten. Sowohl Wasser als liquides, d. h. in Wasser auf-

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