160 Thermoelektr. Ersch. durch ein einziges Metall.
trischen Paare öffnet, und die getrennten Enden mit denEnden eines Multiplicators verbindet, so werden die elek-tromagnetischen Phänomene wenig bemerkbar darin, weilder darin erregte elektrische Strom eine zu geringe In-tensität hat, um den langen und schmalen Drath des Mul-tiplicators durchlaufen zu können; stellt man aber densel-ben Versuch mit dem Apparate an, der aus mehrerenabwechselnd zusammengelötheten Metallstücken besteht,so wird die Polarität im Multiplicator um so stärker, jemehr Juncturen erhitzt, d. h. je mehr thermoelektrischePaare in Wirksamkeit gesetzt werden. Diefs zeigt, dafshier, ähnlich wie bei den hydroelektrischen Erscheinun-gen, die Anzahl der Paare die Menge der Elektricitätnicht in demselben Verhältnisse vermehrt, wie die Inten-sität durch ihr Bestreben sich in Gleichgewicht zu setzen.
Zur Hervorbringung der thermoelektrischen Erschei-nungen bedarf es selbst nicht einmal zweier verschiedenerMetalle; die Bedingung zu ihrer Erregung kann von ei-nem einzigen, durch stückweise vorhandene Ungleichhei-ten in seiner Textur und seinem Zusammenhang, erfülltwerden. Seebeck gofs Ringe von Antimon, von Wis-muth und von Zink, bei deren Festwerden gewisse Theileschneller abgekühlt wurden, als andere, und dadurch einedichte oder feinkörnige Textur erhielten, während dage-gen der langsamer erkaltete Theil krystallinisch wurde.Wurden diese Ringe an irgend einem der Berührungs-punkte der ungleich beschaffenen Theile erwärmt, sowurde der Ring magnetisch, wobei sich der körnigeTheil gegen den krystallinischen wie ein fremdes Metallverhielt. Becquerel hat gezeigt, dafs wenn das eineEndstück des elektromagnetischen Multiplicators erhitzt,und während es noch glühend ist, mit dem kalten Endeberührt wird, eine in den Multiplicator gestellte Magnet-nadel in Bewegung gesetzt wurde. Dieser Versuch glücktsehr leicht, und um so besser, je dicker der Drath desMultiplicators ist. Ist er dünn, so kann man die Endenzusammenbiegen oder zu einem dichten Spiral aufwickeln,um mehr Metallmasse zu gewinnen. Werden die Enden
des