Der elektromagnetische Multiplicator, 151
Durchschnitte des Drathes sind, und wobei z. B. die-J- E in A weggeht und in B zurückkehrt. Wenn nundie verstärkte Polarität von einem Gewinde sich zu derdes 2ten, 3ten u. s. w. addirt, so sieht man leicht ein,wie die magnetische Polarität wachsen mufs. Die mag-netische Kraft der Spirale ist gröfser, je nachdem dieAnzahl der Gewinde in Verhältnifs zum Durchmesser je-des Gewindes gröfser ist.
De la l\ive befestigte zwei kleine Scheiben vonZink und Kupfer neben einander an einem Stück Kork,und verband sie oberhalb des Korks mit einer Spiralevon Messingdratb. Wenn er dann diese kleine Vorrich-tung in eine saure Flüssigkeit, mit den Metallscheibenunterwärts, eintauchte, so stellte sie sich in den magneti-schen Meridian, durch die magnetische Polarität derSpirale.
Schweigger und Poggendorff haben ein sehr in-teressantes Instrument erfunden, welches man den elek-tromagnetischen Multiplicator nennt, und durchwelches man auch die geringsten Spuren von Contacts-Electricität auf die Magnetnadel bemerklich machen kann,wodurch es möglich wird, elektrische Wirkungen, diesonst unmerklich sind, zu entdecken und zu messen, oderwenigstens zu vergleichen. Man nimmt einen gewöhnli-chen Messingdrath, läfst ihn mit Seide umspinnen, so dafsdie EE sich nicht seitwärts mittheilen können, und win-det ihn nun z. ß. über die Hand 50, 100, 200 mal, jemehrere Windungen, desto besser. Die Gewinde werdenin ihrer Lage zusammengehalten durch seidene Bänderund die beiden Enden frei gelassen. Man hat dann eineovale Figur, in welcher die EE jedes Gewinde durch-laufen müssen, wenn man sich derselben bedient, um dieelektrische Kette damit zu schließen, und wo jedes Ge-winde seine Polarität zu der Polarität des andern addirt,so dafs die Polarität im ganzen Multiplicator der allerGewinde gleich ist. Setzt man dann eine leicht bewegli-che Magnetnadel, auf ein passendes Gestell, in die Mittedes ovalen Multiplicators, und verbindet nachher die bei-