Druckschrift 
1,1 (1825)
Entstehung
Seite
152
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152 Elektromagnetische Bewegungen.

den Enden desselben, jedes mit seinem Metall, so drehtsich die Magnetnadel augenblicklich so, dafs sie, nacheinigen Schwingungen, mit der Ovale rechtwinklicht wird,von dessen magnetischer Achse die Einwirkung des Erd-magnetismus überwunden wird. Wenn der Multiplicator60 bis 100 Gewinde hat, so kann man Wirkungen vonZink- und Kupferscheiben, deren Seiten nicht \ Zoll Längehaben und welche mit an der Zange befeuchtetem Lösch-papier verbunden sind, auf die Magnetnadel hervorbrin-gen. Man stellt dann den Multiplicator mit dem magne-tischen Meridian parallel, und im Augenblicke, wenn dieKette geschlossen wird, dreht sich die Magnetnadel meh-rere Grade östlich oder westlich.

Die platte oder die federförmige Spirale zeigt na-türlicherweise nur unbedeutend verstärkte Wirkungen.Wenn man eine Stahlnadel queer darüber legt, ohne dafssie jedoch die Spirale berühren kann, so wird diese Na-del auch polarisch, aber die Enden erhalten beide dennämlichen Pol, und die entsprechenden Pole liegen in derMitte zusammen, wie folgende Linie zeigt f |ganz wie wenn man eine Nadel zwischen den Gewindeneiner Schraubenspirale magnetisiren wollte. Um die Ur-sache dazu einzusehen, ist nur ein Blick auf das obenangeführte Schema hinreichend.

Die merkwürdigste Entdeckung in diesem Fachenächst der Oerstedsehen ist gewifs die von dem engli-schen Chemiker Faraday entdeckte elektromagnetischeBewegung. Er hat durch Versuche ausgemittelt, dafs dieelektromagnetische Polarität davon abhängt, dafs sie indem einen Pol des Magnets ein Streben hervorbringt,unaufhaltsam um den elektr. Strom rechts hin zu laufen,während dafs der andere, in umgekehrter Richtung, linkssich zu bewegen strebt. Da also beide mit gleicher Kraftzu entgegengesetzten Punkten hinstreben, mufs die Achseder Polarisation der Nadel sich rechtwinklicht gegen denelektr. Strom stellen. Wenn der entladende Metalldrath,statt in horizontaler Richtung zwischen den Polen der'Säule angebracht zu werden, von oben nach unten ge-