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1,1 (1825)
Entstehung
Seite
149
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Magnetismus erzeugt durch Frictions-E. 149

einander genähert werden; im umgekehrten Fall aberstofsen sie einander ab. Die Ursache davon wird durchAnsicht der auf der vierten Kupferplatte dargestellten Fi-gur sogleich einleuchten. Wenn die EE in zwei nebeneinander liegenden Metalldrnthen, wovon A und B trans-versale Durchschnitte vorstellen, einerlei Richtung haben,so haben die magnetischen Pole in nebenliegenden Seitenentgegengesetzte Richtungen, und ziehen daher einandermit ungleichnamigen Polen an. Bei umgekehrter Rich-tung der EE müssen sie daher einander mit gleichnami-gen Polen abstofsen.

Die so magnetisch gewordenen Dräthe ziehen Eisen-feile an, und behalten sie festsitzend, so lange die el.Entladung dauert, sie fallen aber plötzlich nieder, wenndiese abgebrochen wird.

Stahlnadeln, die in einer transversalen Richtung demLeiter nahe gehalten werden, nehmen dadurch eine blei-bende magnetische Polarität an, welche der Richtung dermagnetischen Polarität des an dem Leiter angenommenenmagnetischen Kreises entgegengesetzt ist.

Alle die durch Entladung der el. Säule hervorge-brachten elektromagnetischen Wirkungen lassen sich auchdurch Frictions-Elektricität zuwege bringen. Da aberder beständige Strom von einer noch so grofsen Elektri-sirmaschine nur eine unbedeutende Menge EE in jedemAugenblick hervorbringt, so wird er, bei einer fortfah-renden Ableitung, nicht leicht auf die Magnetnadel eineWirkung hervorbringen können. Auch der el. Schlagsetzt die Magnetnadel nicht in Bewegung, weil die Ent-ladung ein so kleines Zeitmoment braucht, dafs die Träg-heit der Nadel nicht Zeit hat, überwunden zu werden.Dagegen kann man durch jeden Funken, durch jeden el.Schlag, Stahlnadeln und Stahlsläbe magnetisiren, nach dennämlichen Gesetzen, welche bei der Entladung der Säulestatt finden. Diese magnetische Polarität des el. Schlageserklärt Erscheinungen, die man schon lange gekannt hat,ohne die Ursache davon zu wissen; dafs z. B., wenn derBlitz in ein Schiff hineinschlägt, der Compafs oft verän-