Erregung der elektromagn. Erscheinungen. 147
sie hervorgebracht wurden, blieben unbekannt. Wilkehatte z. B. durch elektrische Schläge Stahlnadeln magne-tisch gemacht. Mojon in Genua und Romagnesi inTrident hatten Wirkungen auf die Magnetnadel wahrge-nommen, welche durch die el. Säule hervorgebracht wa-ren; diese waren immer so unbestimmt, dafs sie keineAufmerksamkeit erregten.
Oersted zeigte nun, dafs ein Körper, durch wel-chen die EE sich entladen, magnetisch wird und einemagnetische Polarität bekommt, die der Richtung deselektrischen Stroms rechtwinklicht ist, und zwar so, dafs,wenn die Magnetnadel sich über dem entladenden Kör-per befindet, der Nordpol links von der Richtung der-j- E abgelenkt wird, indem er sich unter dem Leiterin umgekehrter Ordnung rechts dreht. Alle Körper, wel-che die Eigenschaft haben, die EE zu leiten, können aufdiese Weise magnetisch werden, so lange die EE sichdurch sie entladen.
Die Entdeckung Oersteds wurde bald von einergrofsen Anzahl Gelehrten geprüft, bestätigt und erweitert.Ampere, Arago, Seebeck, Prechtl, Schweigger,Poggendorff u. m. haben wichtige Beiträge dazu ge-liefert.
Man hat nun gefunden, dafs, zur Hervorbringungder elektromagnetischen Erscheinungen, nur- ein einzigeselektrisches Paar, oder was man die einfache elektrischeKette nennt, nöthig ist. Die elektromagnetische Polaritätwird also auch in dem Leiter hervorgebracht, durchwelchen die elektricitäterregende Berührung der Metalleentsteht. Es folgt daraus, dafs die Berührung zweierMetalle mit einander nicht nur das Gleichgewicht derElektricität, sondern auch das des Magnetismus aufliebt.Je gröfser das elektrische Paar ist, d. h. je gröfser dieQuantität der EE ist, desto ausgezeichneter werden diemagnetischen Erscheinungen. Die Anzahl der Paare, d. h.eine gröfsere Intensität des elektrischen Zustandes, ver-mehrt nicht die magnetische Polarität des entladendenKörpers. Vielmehr hat man beobachtet, dafs mehrere
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