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1,1 (1825)
Entstehung
Seite
146
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146 Elektromagnetismus.

und das reducirte Metall stand in beiden Schenkeln gleichhoch. Die nämlichen Wirkungen liefsen sich durch künst-liche Magnete hervorbringen, wobei sie immer fanden,dafs sich das Silber in weit gröfserer Menge über demSüdpol des Magnets ausschied. Murray hat ähnlicheVersuche angestellt, indem er Eisendräthe in schwacheSilberaullösungen hineintauchte. So lange der Eisendrathnicht polarisch war, wurde kein Silber reducirt, sobaldman aber einen Magnet in die Nachbarschaft legte, fanddie Reduction sogleich statt. Vorher magnetisirter Stahl,sogar wenn er mit Firnifs überzogen war, bewirkte dieReduction sogleich. Murray fand sie aber am Nordpoldes Magneten am stärksten, was gegen Hansteens undMaschmanns Erfahrung ist.

Lüdecke fand, dafs wenn man über die beidenPole eines hufeisenförmigen Magnets ein gläsernes Ge-fäß stellt, welches eine Auflösung von einem Salze, z. B.essigsaurem Blei, salzsaurem Ammoniak oder schwefelsau-rem Eisenoxydul, enthält, die so concentrirt ist, dafs sienach einigen Stunden zu krystallisiren anfängt, so findetman, nachdem das Salz krystallisirt hat, dafs die Kry-stalle einen reinen runden Fleck, zwischen den beidenPolen, wo die magnetische Kraft am stärksten wirkt,leer lassen, übrigens aber die ganze Fläche des Bodensgleichförmig bedecken.

Zusammenhang der elektrischen und magne-tischen Kräfte. Elektromagnetismus.

Wir haben bisher die elektrischen und magnetischenErscheinungen, als von verschiedenen Grundkräften her-vorgebracht, betrachtet. Wir werden nun sehen, dafs sienur verschiedene Aeufserungen der nämlichen Grund-kraft sind.

Es war dem dänischen Naturforscher Oersted Vor-behalten, diese Entdeckung im Jahre 1S20 zu machen.Man hatte wohl Einfluß der EE auf die Magnetnadelvor ihm beobachtet, aber die Umstände, unter welchen