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1,1 (1825)
Entstehung
Seite
115
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Säulen aus flüss. Salzsäure u. kaust. Natron. 115

kommt auch auf den Stellen, wo sie einander neutrali-siren, die blaue Farbe des Rothkohls wieder zum Vor-schein.

Diese Art Säulen haben sonach zwei verschiedeneWirkungszeiten: 1) eine kräftigere, die bis zur Verbin-dung des Alkali’s mit der Säure geht, in welcher die elek-trische Entladung durch die gegenseitige Anziehung derSäure und des Alkali’s unterstützt wird, und 2) eineschwächere, in welcher diese Anziehung der elektrischenEntladung entgegen wirkt, weil letztere erst die von derSäure und dem Alkali eingegangene Verbindung wiederzerstören mufs, um beide Bestandtheile nach entgegenge-setzter Richtung abzuleiten. Offenbar tritt bei unserengewöhnlichen mit Kochsalzauflösung aufgebauten Säulennur diese letztere Periode ein, und das Schema für diewirksamste Säule bleibt daher: Kupfer, Zink, Alkali,Säure, K. Z. A. S. u. s. f.; und eine solche Säule fährtso lange zu wirken fort, bis folgende Ordnung: Kupfer,Zink, Säure, Alkali, eingetreten ist.

Baut man eine Säule gleich anfänglich in dieser letz-tem Ordnung auf, so ist sie zwar nicht schlechterdingsunwirksam; allein ihre Wirkung ist doch höchst schwachund nicht anders, als wenn man blofses Wasser zum An-feuchten der Papierscheiben anwendete. Dieses wirdnämlich in seine Bestandtheile zerlegt, der Wasserstofftritt an das Kupfer, der Sauerstoff aber verbindet sichmit dem Zink, und die Entladung hat auch ihren Fort-gang, die Anwesenheit des Alkali’s und der Säure trägtaber nichts weiter dazu bei, als dafs das Wasser dadurchetwas mehr leitend wird.

Die bisher beschriebenen elektrisch-chemischen Er-scheinungen linden blofs bei fortdauernder Entladung derSäule statt. Unterbricht man diese, oder häufen sich dieElektricitäten unentladen in den Polen an, so geht weiterkeine Veränderung in der Flüssigkeit vor. Könnte mandie Pole in absoluter Isolirung erhalten; so würde auchdie Flüssigkeit durchaus unverändert bleiben. Allein, dain jedem Augenblicke ein Theil der angehäuften Elektri-

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