Druckschrift 
1,1 (1825)
Entstehung
Seite
114
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114 Säulen aus fliiss. Salzsäure u. kaust. Natron.

scheinungen der Säule desto intensiver sind, je leichtersich die Flüssigkeit zersetzt, d. h. je weniger Kraft dazuerfordert wird, ihre Bestandteile von einander zu tren-nen, und einen jeden nach seiner elektrischen Seite hinzu führen. Darum folgt, dafs, wenn wir in dem ange-führten Beispiele unsere Säule so aufbauen, dafs wir stattdes Kochsalzes eine Auflösung seiner Bestandteile, näm-lich: flüssige Salzsäure und ätzendes Natron, anwenden,und diese Bestandteile in einer solchen Ordnung mit denMetallen in Verbindung bringen, welche derjenigen Ord-nung, worin sie sich beim Aufhören der Wirkung derSäule befinden, entgegengesetzt ist, d. h. wenn wir dieSäule so aufbauen, dafs Kupfer, Zink, Pappe mit ätzen-dem Natron, Pappe mit Salzsäure, Kupfer, Zink u. s. f.auf einander folgen; — dafs in diesem Falle die Säureweit leichter an die Zinkseite, das Alkali aber eben soleicht an das Kupfer treten kann, als wenn die Säureund das Alkali mit einander verbunden sind (und erstvon einander geschieden werden müssen). Daher bringtauch eine Säule, auf diese Weise aufgebaut, eine ganzungewöhnliche und weit gröfsere elektrische Wirkunghervor, als wenn sie mit einer Lösung von salzsauremNatron aufgestellt wird. Ihre Wirkung nimmt indessenin dem Maafse ab, als Säure und Natron sich mehr undmehr zu Kochsalz verbinden, und wird, wenn beide sichvöllig neutralisirt haben, bedeutend schwächer, dauertaber doch noch so lange fort, bis der gröfste Theil derBestandtheile der Flüssigkeit sich auf entgegengesetztenWegen ausgeschieden hat, d. h. bis das Alkali an dasKupfer und die Säure an das Zink getreten ist. Nochbelehrender läfst sich ein Versuch dieser Art mit der Piöh-renbatterie Taf. I. Fig. 14 . anstellen, wenn man das Al-kali in den untern Theil der Röhre füllt, und dann dieSäure behutsam darauf giefst, damit sich beide nicht ver-mischen. Noch sichtbarer ist der Erfolg, wenn man beideFlüssigkeiten vorher mit etwas Rothkohltinktur färbt, wo-von die Säure roth und das Alkali grün wird; so wienämlich beide Flüssigkeiten sich dann durchdringen, so