Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
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697
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Salze.

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Später schränkte man den Begriff von Salz auf dieVerbindungen ein, welche aus elektronegativen Oxyden,d. i. Säuren, mit elektropositiven Oxyden oder sogenann-ten Salzbasen entstehen. Die gröfsere oder geringere Ana-logie derselben mit Kochsalz gab die Veranlassung, ausdiesem einzelnen Namen die Benennung für die ganzeKlasse gleichartiger Körper abzuleiten. Man betrachteteda das Kochsalz als aus einer Sauerstoffsäure mit einemunbekannten Radikale, der Salzsäure, und einem Metall-oxyde, dem Alkali Natron, zusammengesetzt. Aber spä-tere Untersuchungen zeigten, dafs diese Ansicht unrichtigsei, und dafs dieses Salz keinen Sauerstoff enthalte. Meh-rere Chemiker betrachteten es dann nicht mehr als einSalz, und nahmen es aus dieser Klasse weg. Diefs istaber eine offenbare Inconsequenz, und um sie nicht zubegehen, brauchen wir nur die Bedeutung des WortesSalz weiter als über die Verbindungen der oxydirten Kör-per auszudehnen.

Gegenwärtig begreife ich unter dem Namen Salz fol-gende Verbindungen:

1) Die der elektropositiven Metalloxyde (Salzbasen)mit elektronegativen Oxyden sowohl der Metalle alsder Metalloide, d. i. mit Säuren. Diese Art vonSalzen werden Sauerstoffsalze genannt.

2) Verbindungen eines Salzbilders mit einem Metalle,welche einfache Haloidsalze genannt werden,und Verbindungen einfacher Haloidsalze mit einan-ander oder mit Verbindungen der Metalloide mitSalzbildern, welche den Namen doppelte Haloid-salze erhalten.

3) Verbindungen elektropositiver Schwefelmetalle mitelektronegativen Schwefelmetallen, welche Schwe-felsalze genannt werden, und in welchen derSchwefel dieselbe Rolle wie der Sauerstoff in denSauerstoffsalzen spielt. Sie können nach dem elek-tropositivsten Metalle, welches sie enthalten, be-nannt werden, z. B. Kalium-Schwefelsalz, Kupfer-Schwefelsalz u. s. w.