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1,2 (1825)
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Wasserstoffsüuren.

II. Wasserstoffsäuren.

In dem Vorhergehenden (S, 261.) habe ich der ge-meinschaftlichen Eigenschaften erwähnt, welche Chlor,Jod und Fluor auszeichnen, nämlich sich mit Metallen zuSalzen zu verbinden, weshalb sie den Namen Salzbilder(Haloide) erhalten haben. Dieselben Eigenschaften besitztauch das Cyan und noch einige andere zusammengesetzteKörper, welche wir später kennen lernen werden. Wennsich diese Körper mit Wasserstoff verbinden, so entsteheneigenthümliche Säuren, von welchen einige mit einemsehr ausgezeichnet und ätzend saurem Geschmacke begabtsind, andere weniger, und deren äufsere Eigenschaftenund allgemeine Verhältnisse so durchaus denen der Sauer-stoffsäuren ähnlich sind, dafs man sich, ohne die streng-sten Beweise von der Abwesenheit des Sauerstoffs, wohlschwerlich überzeugen würde, dafs derselbe in ihre Zu-sammensetzung nicht eingehe. Die Eigenschaft, mit Was-serstoff eine Säure zu bilden, zeichnet daher alle Salzbil-der aus, sie kommt aber auch einigen anderen Körpernzu, welche wir nicht zu dieser Klasse rechnen. Alle un-sere Klassificationen sind künstliche; es giebt keine scharfeGrenzlinie zwischen Salzbildern und anderen Körpern,und die Eigenschaften, welche jene charakterisiren, kom-men auch, wiewohl in einem beständig abnehmenden Ver-hältnisse, Schwefel, Selen und Tellur zu, deren Verbin-dungen mit den electropositivsten Metallen, d. h. mit denRadikalen der Alkalien und alkalischen Erden, mehr denSalzen, als den übrigen Schwefel-, Selen- und Tellur-metallen, gleichen; und sie haben auch die Eigenschaft,mit Wasserstoff eigene Säuren, aber von sehr geringensauren Eigenschaften, zu geben, ungeachtet sie sonst miteiner sehr mächtigen Verwandtschaft Salzbasen aus ihrenVerbindungen mit Säuren ausscheiden und sie zersetzen.Man könnte deshalb von diesen drei Körpern sagen, dafssie halb zur Klasse der Salzbilder gehören.

Die