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1,2 (1825)
Entstehung
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Cyanwassers tofTsäurc.

verbindet sich mit dem Schwefel, und das Schwefelme-tall mit dem Schwefelkohlenstoff, gleich wie sich bei derSättigung der Bor-Fluorwasserstoffsäure mit einer Basisdas Fluormetall mit Fluorbor verbindet. Wenn man sichvorstellt, dafs in den Salzen, welche durch die Verbin-dung eines Schwefelmetalles mit Schwefelkohlenstoff ent-stehen, der Schwefel gegen eine verhältnifsmäfsige MengeSauerstoff ausgetauscht werde, so würden daraus kohlen-saure Salze in dem gewöhnlichen Sättigungsgrade derKohlensäure entstehen. Diese Verbindungen können au *fserdem ohne Hülfe der Säure erhalten werden, wennein Schwefelmetall, z. B. in Wasser aufgelöstes Schwefel-kalium, mit Schwefelkohlenstoff behandelt wird.

Wir haben allen Grund zur Vermuthung, dafs sichdie Schwefelwasserstoffsäure mit elektronegativen Schwe-felmetallen, z. B. Schwefelselen, Schwefelarsenik u. a. zuentsprechenden sauren Körpern, verbinde; man hat aberbis jetzt noch keine Versuche zur Hervorbringung diesersauren Körper angestellt.

II. Wasserstoffsäuren mit zusammengesetz-tem Radikal.

1. Cyanwasserstoffsäure. (Blausäure. Hydro-cyansäure.)

Wenn man die Blätter des Pfirsichbaums und Kirsch-lorbeers (Prunus Laurocerasus ), ferner die Schaalender bitteren Mandeln und die Kerne verschiedener Stein-früchte mit Wasser destillirt, so nimmt das destillirteWasser den Geruch und Geschmack dieser Körper an,und wenn man es mit einer gesättigten Auflösung vonEisen in Kohlensäure vermischt, so entsteht nach einigerZeit ein blauer Niederschlag. Dieser Niederschlag, denman Berlinerblau nennt, ist das charakteristische Kennzei-chen der Cyanwasserstoffsäure, die von ihrer Eigenschaft,das Eisen mit einer schönen blauen Farbe zu fällen, denNamen Blausäure erhalten hat.