Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
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Eigenschaften der Metalle.

die Wärme am besten, danach folgen Kupfer und Gold.Eisen und besonders Platin gehören unter den Metallenzu den schlechtesten Wärmeleitern. Diese verschiedeneLeitungsfähigkeit wird durclt eine sehr einfache Vorrich-tung dargelegt. Man nimmt Dräthe von verschiedenenMetallen, die aber durch das nämliche Loch gezogensind, damit sie vollkommen gleichen Durchmesser bekom-men, tränkt sie in geschmolzenem Wachs ein, und nach-dem sie kalt geworden sind, hält man das eine Endejeden Dralhes horizontal in die Flamme eines Lichts, solange noch etwas vom Wachse schmelzen zu wollen scheint,und mifst nachher, wie weit am Drath das Wachs abge-schmolzen ist, von der äufsersten Kante der Flamme ge-rechnet. Je weiter das Wachs abgeschmolzen ist, je grö-fser ist die Leitungsfähigkeit der Metalle. Das Resultatvon diesem .Versuche wird noch zuverlässiger, wenn dieMetalldräthe rings um eine solide kupferne Kugel einge-schraubt werden, und die Kugel dann mit einer steten,nicht lodernden Flamme einer Oellampe erhitzt wird.Man milst dann, wie weit vom Rand der Kugel ab dasWachs geschmolzen wird. Auch kann man, statt desUeberzugs mit Wachs, auf jedem Drath, gleich weit vonder Kugel, kleine Stücke von Phosphor befestigen, unddann die Zeit messen, die für jedes Metall erforderlichist, um die Entzündung des Phosphors zu bewirken.Diese Bestimmungen geben aber nur annähernde Resul-tate. Despretz hat die verschiedene Wärmeleitungsfä-higkeit einiger Metalle mit Genauigkeit zu messen ge-sucht, indem er von diesen Metallen gleich grofse Pris-men verfertigen liefs, worin auf bestimmten AbständenVertiefungen angebracht waren, die er mit Quecksilberfüllte, um darin Kugeln von Thermometern einzusetzen.Das eine Ende von jedem Prisma wurde über einer ar-gandschen Lampe mit einer solchen Gleichförmigkeit er-hitzt, dafs das diesem Ende nächste Thermometer in allenPrismen den nämlichen Wärmegrad behielt, und die Er-hitzung wurde so lange fortgesetzt, bis kein weiteres Zu-nehmen der Temperatur am anderen Ende zu bemerken

war;