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Kiesel - Fluorwasserstoffsäure.
verhindert nun die Berührung des Wassers mit der Röhre,welche sich dann offen erhält. Während der Operationgeschieht es sehr leicht, dafs sich das Gas in dem WasserRöhren von Kieselsäure bildet, durch welche es endlichunzersetzt durch die Flüssigkeit aufsteigt, wenn sie nichtvon Zeit zu Zeit zerbrochen werden. Die Flüssigkeit wirdzuletzt in eine dicke Gallert verwandelt. Um die flüssigeSäure von der abgesetzten Kieselsäure zu trennen, bringtman die Masse auf ein Filtrum von reinem und starkemLeinen; die Säure fiiefst dann ab und die Masse wirdausgeprefst, aber nicht ausgewaschen, weil die Kieselsäurenun in diesem Zustande in Wasser so auflöslich ist, dafsdadurch die abgeseihte saure Flüssigkeit einen Ueberschufsan Kieselsäure erhalten würde, welche nicht in Verbin-dung mit Fluor, sondern blofs in Wasser gelöst wäre.
Wenn Wasser vollkommen mit Fluorkieselgas gesät-tigt wird, so nimmt es nahe an limal seines Gewichtsdavon auf, und gestehet zu einem halb durchsichtigenund gallertartigen Klumpen, welcher an der Luft raucht.Die Proportionen in der gesättigten Lösung sind so be-schaffen, dafs wenn die Flufssäure eine Sauerstoffsäurewäre, der Sauerstoff des Wassers doppelt so grols wieder der Flufssäure, und 3 mal so grofs wie der der aufge-lösten Kieselsäure ist. Läfst man die so gesättigte Flüs-sigkeit mit der eingemengten Kieselsäure an einer mäfsigwarmen Stelle stehen, so verdunstet sie allmählich voll-kommen, und die Kieselsäure verbindet sich wieder indem Augenblicke der Verdunstung mit der Fluorwasser-stoffsäure, deren Wasserstoff dabei wieder Wasser bildet.In Destillationsgefäfsen bedarf dieser saure Körper einerweit höheren Temperatur, als Wasser, um verflüchtigt zuwerden. Die Kieselsäure, welche bei der Bildung derflüssigen Kiesel-Fluorwasserstoffsäure abgeschieden wird,beträgt x von der in dem Fluorkiesel enthaltenen, so dafssich der Fluorwasserstoff mit einer Menge Fluorkiesel ver-bunden hat, welcher 2 mal so viel Fluor enthält.
Die flüssige Säure hat einen rein sauren, durch nichtsbesonderes ausgezeichneten Geschmack, und gleicht in die-