Kiesel - Fluorwasserstoffsäure.
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doppeltes Volum, und bildet damit ein flüchtiges Salz, wel-ches später, unter den Ammoniaksalzen, beschrieben wer-den soll. Von oxydirten Körpern wird das Gas auf dieArt zersetzt, dafs sich Kieselsäure abscheidet und Fluor-metalle gebildet werden. Unter gewissen Umständen ent-stehen Fluorkieselmetalle.
Das Fluorkieselgas besteht entweder aus 71,68 Th.Fluor und 29,32 Th. Kiesel, oder aus 41,024 Th. FluE-säure und 58,976 Th. Kieselsäure, in welchem Falle beideSäuren gleiche Mengen Sauerstoff enthalten.
Kiesel - Fluorwasserstoffsäure. (Kieselhal-tige Flufssäure.) Wenn Fluorkieselgas von Wasseraufgenommen wird, so erleidet es eine dem Fluorborgasevollkommen analoge, aber viel bemerkbarere Zersetzung,weil die Kieselsäure in Wasser wenig löslich, die Bor-säure dagegen sehr löslich darin ist. Die Kieselsäure setztsich in dem Wasser in einem gallertartigen Zustande abund das Wasser wird sauer. Es wird hierbei das Wasserzersetzt, Kiesel verbindet sich mit seinem Sauerstoff zuKieselsäure, während der Wasserstoff mit Fluor eine Ver-bindung von Fluorkiesel mit Fluorwasserstoffsäure bildet,welche in concentrirtem Zustande scharf sauer ist. Wäredie Flufssäure eine Sauerstoffsäure, so bestünde diese Säureaus flufssaurer Kieselerde und wasserhaltiger Flufssäure.
Um diese Verbindung zu erhalten, leitet man dasFluorkieselgas in Wasser; man darf aber dabei die Gas-leitungsröhre nicht unter Wasser münden lassen, weil siesonst in wenigen Augenblicken unfehlbar von der sichabscheidenden Kieselsäure verstopft wird. Entweder stelltman die Oeffnung der Röhre nahe über die Oberflächedes Wassers, worin das Gas aufgefangen werden soll,während man das Wasser in einer beständigen Bewegungerhält, oder man giefst einige Linien hoch Quecksilberauf den Boden des Gefäfses, welches das Wasser enthal-ten soll, und senkt die Oeffnung der Glasröhre in diesesQuecksilber, worauf man das Wasser darüber giefst. DasGas strömt dann aus der Piöhre durch das Quecksilber indas Wasser, von dem es zersetzt wird. Das Quecksilber