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Chlorwassers toffsäure.
Das Clorwasserstoffgas wird durch Kohle, selbst inder strengsten Hitze, nicht zersetzt, dagegen wird es vondenjenigen Metallen zersetzt, welche das Wasser zersetzen,und diese verbinden sich mit dem Chlor und hinterlassen^asserstoffgas, welches die Hälfie vom Volum des sau-ren Gases beträgt, Die Metalloxyde zersetzen es auf dieWeise, dafs sich das Chlor mit dem Metalle, und derWasserstoff mit dem Sauerstoff zu Wasser verbindet, wel-ches, wenn der Versuch bei erhöhter Temperatur vorge-nommen wird, von dem Chlormelalle abdestillirt. Dieam stärksten basischen Oxyde bringen bei der gewöhnlichenTemperatur der Luft, durch die Zersetzung des Chlor-wasserstoffgases, einen hohen Grad von Hitze hervor.Bringt man z. B. wasserfreie reine Baryterde in Chlor-wassersLoffgas, so verwandelt sie sich unter Feuererschei-nung in Chlorbaryum, und es condensirt sich Wasser aufder innern Fläche des Glasgefäfses. — Ohne die Gegen-wart eines Körpers, womit sich das Chlor verbindenkann, läfst das Gas nicht so leicht seinen Wasserstoff fah-ren, und wenn man Chlorwasserstoffgas mit Sauerstoffgasvermischt und durch das Gemenge elektrische Funken lei-tet, so entsteht wohl etwas Wasser und freies Chlor, aberdie Zersetzung geht, nach Henry’s Versuchen, nicht überQ r vom Volume des Gases.
Das Chlorwasserstoffgas wird mit einer solchen Be-gierde vom Wasser verschluckt, dafs sich ein mit diesemGase gefülltes Gefäfs, welches unter Wasser geöffnet wird,mit derselben Heftigkeit mit Wasser füllt, als wenn esluftleer gewesen wäre. Es ist diefs ein schöner Versuch,welcher am besten auf die Art gelingt, dafs man z. B.eine Flasche, nachdem sie über Quecksilber mit Gas fastangefüllt worden ist, mit dem Finger verschliefst, unddann mit der Oeffnung nach unten in ein Gefäls mit Was-ser bringt, in welchem sie unter der Oberfläche dessel-ben geöffnet wird.
Das mit Chlorwasserstoffgas gesäLtigte Wasser bildetdas, was wir concentrirte Salzsäure nennen. Es ist einefarblose Flüssigkeit, welche an der Luft einen dicken,