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Cyansiturc.
Producte in mit Wasser vermischter kaustischer Baryterdeaufgefangen. Das zugleich entstehende Cyanbaryum wirddurch einen Strom von Kohlensäure zersetzt, und aus derfiltrirten Flüssigkeit dann der cyansaure Baryt durch Alko-hol gefällt. 2) Cyangas wird über glühendes kohlensau-res Kali geleitet. Die Masse schmilzt nach einer Weile,es entwickelt sich Kohlensäure, und man erhält endlichein Gemenge von cyansaurem Kali und von Cyankalium.3) Man schmilzt Cyanquecksilber mit kohlensaurem Kali,wodurch man, aufser metallischem Quecksilber, dieselbenProducte erhält. 4) 13 Th. Cyanquecksilber werden mit2 Th. Salpeter vermischt, und das Gemenge in kleinenPortionen nach und nach in einem glühenden Tiegel ab-gebrannt. 5) 4 Th. fatiscirtes Blutlaugensalz (Cyanka-lium mit Cyaneisen) werden mit 3 Th. Salpeter vermischtund in kleinen Antheilen in einen glühenden Tiegel ge-tragen, wobei sich auch etwas cyansaures Kali als eindicker weifser, an kalte Körper condensirbarer Rauch ver-flüchtigt. 6) Getrocknetes Blut oder Blutkohle wird mitwenig Salpeter verpufft. 7) Fatiscirtes Blutlaugensalzwird genau mit einem gleichen Gewichte feingeriebenenMangansuperoxyds vermischt, und die Masse bis zumschwachen Glühen erhitzt. Kommt sie in starkes Glühen,so wird wieder ein Theil der gebildeten Cyansäure zer-stört, während sich das Manganoxyd zu Oxydul reducirt.Bei allen diesen Operationen wird cyansaures Kali gebil-det, und durch die zuletzt angeführte erhält man diegröfste Menge. A'Ian pulvert die erkaltete Salzmasse sehrfein, und kocht sie dann mit Weingeist von 0,SG spec.Gewichte aus. Beim Erkalten der Flüssigkeit schiefst dascyansaure Kali in Schuppen, ähnlich dem chlorsaurenKali an. Der Weingeist wird von den Krystallen abge-gossen, von Neuem mit dem Salzpulver gekocht, kochend-heifs filtrirt, und setzt nun beim Erkalten von NeuemKrystalle ab; man setzt dieses Verfahren so lange fort,als sich beim wiederholten Erkalten noch Krystalle ab-setzen.
Auf diese Weise haben wir nun die Cyansäure in