Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
Seite
593
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Ilonigstclnsiiure. 593

Dabei ist zu bemerken, dafs diese Ra um Verhältnissenicht blofs Annäherungen, sondern die genauen Verhält-nisse sind.

10. Honigsteinsäure.

Sie wurde im Jahre 1799 von Klaproth in einemsehr seltenen brennbaren Fossile entdeckt, welches seinerhoniggelben Farbe wegen den Namen Honigstein er-halten hat, und worin sie zu 0,46 Gewichtstheilen enthal-ten ist. Der Honigstein enthält außerdem noch 0,16 Thon-erde und 0,3S Wasser. Man gewinnt die Säure durchwiederholtes Auslaugen in kochendheifsem Wasser, auswelchem sie dann beim Erkalten in nadelförmigen oderkleinen, kurzen Krystallen anschiefst. Der mit Wasserausgekochte Honigstein enthält indefs noch einen AntheilSäure, welchen das Wasser nicht auszuziehen vermag.Man thut deshalb besser die Säure mit kohlensauremAlkali auszuziehen, dessen Ueberschufs dann mit Essig-säure gesättigt wird. Die Honigsteinsäure fällt man hier-auf mit salzsaurem Baryt. Der Niederschlag wird ausge-waschen, durch Digestion mit verdünnter Schwefelsäurezersetzt, und die Honigsteinsäure dann durch Abdampfungder Flüssigkeit krystallisirt. Diese Säure ist noch so we-nig untersucht, dals man kaum mit voller Sicherheit mehrdavon sagen kann, als dafs sie da ist. Klaproth giebtdarüber folgendes an: Sie hat einen süfslichsäuerlichen,hinterher aber bitterlichen Geschmack. Sie verflüchtigetsich auf erhitztem Glase, und giebt einen grauen Rauch,welcher die Nase wenig angreift. Sie wird von der Sal-petersäure nicht verändert und giebt mit den alkalischenErden schwerlösliche Salze. Sie zerlegt die essigsaurenSalze, nicht aber die salpetersauren Salze, ausgenommendas salpetersaure Quecksilber.

Als Kennzeichen dieser Säure sind noch folgende an-zuführen. Sie fällt den essigsauren Baryt und das essig-saure Blei mit weifser Farbe, das salpetersaure Eisen mitisabellgelber, und das essigsaure Kupfer mit spahngrüner