592 Uebersiclit der Pflanzensäuren.
Falle viele Kohle, im letztem saures, schwefelsaures Kalizuriickläfst. Bisweilen besteht die verfälschte Säure auchaus Salmiak, welcher mit Bernsteinöl und etwas Salz-säure zusammengemengt ist. Diese verflüchtiget sich eben-falls, giebt aber einen Geruch nach Ammoniak, wenn siemit Kalk gemengt wird.
Ehe ich die vegetabilischen Säuren verlasse, will icnnoch eine Vergleichung über die, in Gasform gedachtenund nach relativen Maafstheilen berechneten Bestandtheilederjenigen von diesen Säuren, welche bis jetzt genauanalysirt worden sind, hier mittheilen, so wie es vorherbei der Salpetersäure und andern geschehen ist.
Da der Kohlenstoff ein Bestandtheil derselben ist,dieser aber gewöhnlich nicht in Gasgestalt vorkommt, somufs dessen Volumen durch Berechnung gefunden werden,indem man annimmt, dafs, wenn das Sauerstoffgas mitdemjenigen Antheile von Kohlenstoff vereiniget, womites Kohlenoxydgas bildet, sein Volumen gerade verdop-pelt, das zugetretene Volumen dem gasförmigen Kohlen-stoffe angehöre, dessen specifisches Gewicht hiernach aus-gerechnet werden kann. Wir nehmen ferner an, dafsjede dieser Säuren so viele Maafstheile Sauerstoff enthalte,als so viel Male ihr Sauerstoff ein Vielfaches ihrer Sätti-gungscapacität ist; wenn also z. B. ihr Sauerstoff dreimalso viel als ihre Sättigungscapacität beträgt, so nehmenwir 3 Volumina Sauerstoffgas in ihr an.
Hiernach ergiebt sich folgende Uebersicht:
Oxalsäure
Sa.uerst.
3
Kohlenst.
o
Wasserst,
0
Ameisensäure
3
2
2
Bernsteinsäure
3
4
4
Essigsäure
3
4
6
Galläpfelsäure
2
6
6
Benzoesäure
3
15
12
Citronensäure
4
4
4
Weinsäure
5
4
5
Brenzl. Schleimsäure
6
18
4
Schleimsäure
8
6
10