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Gallapfelsäure.
zu gerben, den Namen des Gerbestoffs bekommen bat.Sie läfst sich von diesem Stoffe sehr schwierig trennen,und ihre Zusammensetzung beruht auf so schwachen Ver-wandtschaften, dafs sie während der Versuche leicht zer-legt wird. Sie wird aus den Galläpfeln auf folgendeWeise bereitet:
a) Scheele gewann sie dadurch, dafs er einen Auf-gufs von Galläpfeln in einem locker bedeckten Gefälsestehen und verschimmeln liefs; nach einigen Monaten hat-ten sich zwischen dem Schimmel eine grofse Menge Kry-stalle abgesetzt, die er in kochendheifsem Wasser wiederauflöste und der Reinigung wegen nochmals krystallisirenliefs. Diese Bereitungsart erfordert viele Zeit, giebt übri-gens aber reiche Ausbeute.
bJ Nach Richter werden 1 i Pfund gestofsene Gall-äpfel in kaltem Wasser eingeweicht und fleifsig umgerührt.Nach 24 Stunden wird das Aufgelöste durchgeprefst, aufdas Galläpfelpulver frisches Wasser gegossen, und dasselbenach dem Weichen wieder ausgedrückt. Die erhaltenebraune Lötung wird bei gelinder W'ärme bis zur trock-nen Masse abgedampft, wodurch man eine mürbe, glän-zende, dunkelbraune Masse erhält, die aus Säure, Gerbe-stoff und vegetabilischen Extraktivstoff besteht. Sie wirdfein gepulvert und mit wasserfreiem Alkohol übergossen,dessen specifisches Gewicht nicht über 0,791 gehen darf.(Nimmt man gewöhnlichen Spiritus vini rectificatissimusder Officinen, so wird die ganze Masse aufgelöst.) DerAlkohol löst beinahe nur die Galläpfelsäure auf und färbtsich davon strohgelb; man destillirt dann den Alkoholgröfstentheils ab, löst den Rückstand in kochendheilsemWasser auf, und dampft ihn zur Krystallisation ab. DieKrystalle, welche zuletzt zur Krystallisation anschiefsen,sind etwas gefärbt, können aber durch Abwaschen mitkaltem Wasser fast ganz farblos gemacht werden. EiaPfund Galläpfelpulver giebt auf diese W r eise 1 £ LothSäure.
c) Braconnot giebt folgendes Verfahren an: Manfeuchtet das Pulver von Galläpfeln mit Wasser an und