Benzoesäure.
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nackig Theile desjenigen Körpers an sich, aus welchemsie bereitet worden ist, und nimmt mehr oder minderden Geruch davon an. Die aus Benzoe bereitete riecht,wie gesagt, nach Vanille.
In der Wärme schmilzt sie leicht und sublimirt sichbei gelinder Hitze. Ein kleiner Theil davon wird dabeizerlegt. Mit Sand gemengt und erhitzt, wird sie beinaltegänzlich zerlegt und giebt mehr brennbares Gas, als irgendein anderer Pilanzensloff. Im offenen Tiegel geschmol-zen, läfst sie sich mit einem glühenden Eisen, mit einemangezündeten Spahne, oder einem elektrischen Funkenentzünden. Der Rauch von verflüchtigter Benzoesäurehat einen stechenden Geruch, der zum Husten reizt unddie Augen angreil't. Im kochenden Wasser löst sie sichin allen Verhältnissen auf, und eine concentrirte Lösungderselben erstarrt beim Erkalten zu einer weifsen, fett-ähnlichen Masse. Sie besteht aus kleinen nadelförmigenKrystallen, aus welchen man die übrige Auflösung her-auspressen kann. 1 Theil Benzoesäure erfordert 200 Theilekaltes Wasser zu seiner völligen Auflösung. Sie wirdleichter vom Alkohol als vom Wasser gelöst, wird aberaus jenem durch Wasser nicht gefällt, wenn die Säurefrei vom Harze war. Die mit Harz verunreinigte Säuregiebt, mit verdünnter Salpetersäure gekocht, eine grofseMenge Blausäure, und die zurückbleibende Säure hateinen bitterlichen galleartigen Geschmack angenommen.
Die reine Benzoesäure wird in der Schwefel- undSalpetersäure ohne Veränderung aufgelöst. Sie bestehtaus 75,05 Theilen Kohlenstoff, 5,12 Wasserstoff und 19,93Sauerstoff, und ihre Sättigungscapacität ist ß,G4, oder iihres Sauerstoffgehalts.
6. Galläpfelsäure.
Diese Säure war Scheel e’s letzte Entdeckung. SieEndet sich in den meisten zusammenziehenden Vegetabi-lien, vorzüglich aber in den Galläpfeln, verbunden miteinem eigenen Stoffe, der wegen seiner Eigenschaft, Häute