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1,2 (1825)
Entstehung
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Benzoesaare.

starrte Masse von neuem. Es ist dazu so wenig Hitze er-forderlich, dafs grofse Portionen Säure über einem Feuervon 3 bis 4 kleinen Kohlen sublimirt werden können.

Der riechende Stoff hängt der sublimirten Säure sehrhartnäckig an; allein diese Verunreinigung ist von keinerBedeutung. Man kann ihn indessen gänzlich entfernen,wenn man die Säure mit Alkali sättiget, das Salz imWasser auflöst, die Auflösung mit Blutlaugenkohle behan-delt und die Benzoesäure wieder mit Schwefelsäure fällt.

Aus abgedampftem Urin vom Rindvieh oder aus Dün-gerjauche kann die Benzoesäure durch Salzsäure nieder-geschlagen werden. Sie hat dann einen unangenehmenGeruch, von welchem sie aber ebenfalls durcl) Kochenmit Kohlenpulver grofsentheils befreit werden kann. WennTalg oder Fett destillirt wird, bekommt man ein schmie-riges, brenzliches Oel, welches beim Kochen mit grobgepulverter Kreide oder Marmor benzoesauren Kalk giebt,aus welchem man die Säure durch Salzsäure niederschla-gen kann; allein sie enthält einen brenzlichen Stoff, wo-von sie nur schwer zu reinigen ist, und welcher macht,dafs sie die Silber-, Blei- und Quecksilbersalze nieder-schlägt. Sättiget man die Säure mit Alkali und lösL danndas eingetrocknete Salz in wasserfreiem Alkohol auf, soerhält man ein, einigermafsen reines benzoesaures Kali.Man hielt diese Säure friiherhin für eine eigene Säure,und nannte sie Fettsäure. Sie wird durch die zerstö-rende Einwirkung des Wärmestofl's auf das Fett gebildet.

Die natürliche Farbe der Benzoesäure ist die weifse,und wenn sie in’s Gelbe oder Braune fällt, so ist dielsein Merkmal von einer bedeutenden Beimengung vonHarz. Sie krystallisirt in nadelförmigen oder schuppigen,elastischen Krystallen, und ist in der Luft völlig unver-änderlich; sie hat einen schwach säuerlichen Geschmack,der aber im Halse ein eigenes scharfes und brennendesNachgefühl erregt. Die Benzoesäure vereiniget sich nichtmit dem Wasser, und in ihren Krystallen ist sie frei vonallen Verbindungen enthalten. Im reinen Zustande hatsie keinen Geruch; im Allgemeinen aber behält sie hart-