Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
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Citronensäare,

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gewaschen. Das durchfiltrirte saure Liquidum wird überfreiem Feuer in einem Bleikessel bis zu 1,13 specifischemGewichte eingekocht, dann in kleine und flache Kesselausgegossen, und im Wasserbade bis zur Consistenz einesdünnen Syrups abgedampft. Dabei mufs man genau aufden Augenblick Acht haben, W'O sich ein Salzhäutchen aufder Oberfläche zu zeigen anfängt, und den Kessel sogleichaus dem Wasser nehmen und zum Abkühlen hinstellen.Nach viermal 24 Stunden ist die Krystallisation vor sichgegangen. Versäumt man, den Kessel beim Entstehendes Salzhäutchens sogleich herauszunehmen, so ist es leichtder Fall, dafs die Säure in weniger als i Stunde Zeit zueiner kohlschwarzen Masse zusammenbäckt. Die erhalte-nen Krystalle sind gelb und müssen 3 bis 4 mal umkry-stallisirt werden, um farblos zu werden. Die Mutter-lauge, aus welcher sie sich ansetzen, ist schwarz. Umdie Citronensäure zu benutzen, die noch in ihr vorhandenist, wird sie mit Wasser verdünnt und wie der Citronen-saft mit Kreide behandelt.

Fourcroy machte den Vorschlag, den citronensaurenKalk im Vaterlande der Citronen zu verfertigen und ihnvon da in andere Länder zu versenden. Ein Engländerversuchte diesen Vorschlag in Sicilien auszuführen, undbereitete im Jahre 1809 und 1810 ungefähr 500,000 Pf.citronensauren Kalk. Indessen machte die Untauglichkeitder Einwohner zur Arbeit den Gewinn davon unbedeu-tend. Die Jahreszeit erschwerte das Trockenen des citro-nensauren Kalks, und da er nicht ganz trocken gewordenwar, erhitzte er sich nach dem Einpacken. Die Fabri-kanten mufsten die Kreide und die Fässer, die in Siciliennicht gemacht werden konnten, von England kommenlassen, und wahrscheinlich hat die ganze Einrichtung kei-nen Bestand gehabt.

Man hat vorgeschlagen, den Citronensaft mit einemAlkali zu sättigen, und sodann mit Bleiessig zu fällen;allein der Citronensaft enthält, aut’ser der Citronensäure,auch Apfelsäure, Gummi und Extraktivstoff, welchesümmtlich vom Bleizucker niedergeschlagen werden, so