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Essigsäure.
bleibt ein Gemenge von Kohle, Knpferoxydul und metal-lischem Kupfer zurück; im Halse derselben sitzt gewöhn-lich ein weifses oder grünliches Sublimat von essigsauremKnpferoxydul, und die Säure ist oft von übergegange-nem Kupfersalze grünlich.
2) Man mengt wasserfreies schwefelsaures Kupferoxydmit fatiscirtem essigsauren Bleioxyd und destillirt das Ge-menge. Die erhaltene Säure ist gewöhnlich brenzlich undenthält viel schweflichte Säure.
3) Man mengt 3 Theile fatiscirtes essigsaures Na-tron mit 8 Th. geglühtem und dann fein geriebenem sau-ren schwefelsauren Kali, worauf man das Gemenge de-stillirt. Das Destillat ist aber stark von schweüichterSäure verunreiniget.
Die concentrirte wasserhaltige Essigsäure, welche ge-wöhnlich Westendorfischer Essig oder Radikalessig ge-nannt wird, ist farblos und hat einen beifsenden, scharfsauren Geschmack, und einen eigenthümlichen, stechen-den, sauren, angenehmen und erquickenden Geruch. Bei-j-4° bis 5° erstarrt sie zu einer, aus breiten Blätternbestehenden krystallisirten Masse, und wenn man beimDestilliren derselben, nach der oben gegebenen Vorschrift,die Vorlage durch Einhüllen in Eis abkühlt, so krystalli-sirt sie gewöhnlich schon in der Vorlage und im Retor-tenhalse.
Das spec. Gewicht derselben ist = 1,063, wiewohlRichter behauptet, dafs wenn sie mit ihrem doppeltenGewichte concentrirter Schwefelsäure gemengt und destil-lirt wird, dasselbe bis 1,07 gehen soll, und wenn manbei der Destillation das zuletzt übergehende besondersauffängt, soll dieses 1,08 wiegen; allein dieses letzte De-stillat ist brenzlich und mufs über gut fatiscirtes essigsau-res Natron umdestillirt werden.
Während der literarischen Streitigkeit, welche voreinigen Jahren durch Fourcroy’s Behauptung, dafs dieEssigsäure und Ameisensäure einerlei Säuren wären, erregtwurde, und wo man das ganz ungleiche specifische Ge-wicht beider Säuren in concentrirtem Zustande als Gegen-