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1,2 (1825)
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Essigsäure.

statten gegangen, so kann man sie noch dadurch vollen-den, dafs man das herausgenommene Pulver noch eineSlunde lang bei 100° der freien Luft aussetzt, weil esnun nicht mehr schmilzt. Bei der Destillation ist es aucham räihlichsten, keine Schwefelsäure im Ueberschusse zu-zusetzen, weil dieselbe gewöhnlich von der Essigsäuregrofsentheils zu schwellichter Säure reducirt wird.

Es ist bis jetzt eben so wenig gelungen, die Essig-säure im wasserfreien Zustande darzustellen, wie die Sal-petersäure, Chlorsäure u. m. a., und der höchste Grad derConcentration, welchen wir dieser Säure geben können,ist der, worin sie nur so viel Wasser enthält, als dasje-nige Wasser beträgt, welches (wie bei den vorher be-schriebenen Säuren) die Stelle eines andern oxydirtenKörpers vertritt, und welches bei der Essigsäure 14,S Pro-cent beträgt. Die Vorschriften, welche man über dieDarstellung der concentrirlen Essigsäure im Allgemeinengegeben hat, gehen oft daraufiaus, auch den Zutritt die-ses Wassers abzuhalten, ohne welches aber die Säure garnicht zu erhalten ist; auch wird bei allen diesen Berei-tungsarten ein Theil der Säure zerlegt, um das nölhigeWasser für einen anderen Theil derselben zu liefern, undwas dabei von den Bestandtbeilen der Säure übrig bleibt,bildet eine eigene von Chenevix entdeckte brennbare,spirituöse Flüssigkeit, die man Spiritus pyro-aceticusnennt, und wodurch die Essigsäure verdünnt wird.

Die gewöhnlichsten Vorschriften zur Bereitung derEssigsäure, die man in den Lehrbüchern findet, sind fol-gende:

1) Man bringt krystallisirtes essigsaures Kupferoxydin eine Glasretorte und treibt daraus durch Destillationdie Säure aus. Diese Krystalle enthalten zwar diejenigeMenge Wasser, welche die Säure bedarf; allein dieses Was-ser geht schon bei einer Temperatur fort, bei welcher dieSäure noch nicht abgeschieden wird, und ist daher schonentwichen, wenn die Säure sich erst zu verflüchtigen an-fängt, daher hierbei auf Kosten der Säure Wasser undSpiritus pyro-aceticus gebildet wird. In der Retorte