grosse Anzahl eurer Unterthanen drücket, und dasaus keiner andern Ursache, als aus dem uner-träglichen Joch eines ohne AuSnahm untrenn-baren Ehebandes herrühret. Daher kommen je-ne unbegreiflichen Ehen, wo beyde Theile phy-sisch von einander getrennet, und dennoch mystischin dem Kopfe der Theologen mit einander ver-einiget, der ersten Absicht des ehelichen Standes,welche die Zeugung der Kinder ist, entsagen:oder zwar beysammen wohnen, aber das aufer«bauliche fundamental Gesetz zur Richtschnur ihrerHandlungen machen, daß ein Theil den anderndurch keine eifersüchtigen Vorwürfe geniren soll:Daher die Ungewißheit der Kinder , die aus sol-chen schandhaften Ehen entspringen, und die we-nige Sorge, die sich die Aelkern um ihre Er-ziehung geben: Daher die Leichtigkeit, den ehe-lichen Stand ohne Ueberlegung aus blossen eigen-nützigen Absichten, ohne Liebe, ohne innerlicheHarmonie der Herzen zu wählen : mit demgrundehrlichen Vorsätze, daß man um das Geldschon zu Zeiten einen Seitensprung wagen kann.
Man betrachte diese Unordnungen mit einempatriotischen Auge, und widerrufe ein Gesetz,das der Theologalgeist in dicken Nebel des sechs-zehnten Jahrhunderte gemacht hat, und das dergesunden Vernunft so sehr entgegen, für dieRe-C ligion
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