9
' zu suchen. Es ward auch dem Officicr von sei-^ nem Obersten schärfest aufgetragen, mit seinerFrau friedlich zu leben, und mit diesem unver-' schämten Schleppsacke alle Gemeinschaft zu flie-hen. Allein wer kann dem Laster alle Schlupf«
^ Winkel verrennen ? Die unerlaubte Bekanntschaft^ dauerte fort, und endlich ersah der Officier demVortheil, mit seiner Hure zu entfliehen, nachdem^ er zuvor noch einen Gläubiger um tausend Gul-^ den betrogen. Alles Fragen und Nachforschen' war eitel: Niemand konnte mehr von ihm etwaserfahren. Nun sind es vier Jahre, daß diese, junge unschuldige Frau in einem unverdientenWittwenstand schmachtet, und sich aller Hoffnungberaubet sieht, jemals ihr Unglück durch eine> bessere Heyrath zu ersetzen. Gestraft aus freunI den Verschulden, die Sclavinn eines Sakra-^ meitts, das sie aller anklebenden übernatürlichenj Gnaden ungeachtet, nichtandcrs als mitAugen desAbscheus, und als die Quelle ihres trostlosen! Jammers ansehen kann, muß sie ihr Leben ein-sam zubringen, und von einem geringen uuhin-l länglichen Gnadengehalt leben.
i Einer meiner nahen Anverwandten ist nicht« minder unglücklich, als meine Baase. Er nahm' eine arme wohlgewachsene Fraulen zur Ehe, welchei ihn durch ihre Munterkeit, nnd durch ihren leb-I A 5 haften