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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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ward also nicht geachtet, und die Turniere in den folgen-den Zerren erst recht Mode.

Anfänglich hatte man bey dergleichen Kampfzielen kei-nen andern Zwck, als sich in den Waffen zu üben, daherauch die Streitenden lauter Spielwaffen harten. Ihre Lan-zen waren nicht mit Eisen beschlagen, und die Degen wa-ren nicht zugcffizt. Allein dieser Gebrauch war zu unstbul-drg, als daß er lange Zeit hätte'sollcn bestehen können. Mankonnte keine sonderliche Tapferkeit bey einem Kampfe be-weisen, mit welchem keine Gefahr verbunden war, undwo es nur auf eine Gcschrklichkeit ankam. Daher wur-den bald beleidigende Waffen, abgemein eingeführt,worunter man scharfe Lanzen, zugespizte Degen und andrebeschädigende Waste» verstand.

Diese Kampffpiele des Adels hatten ihrer Namen vondem Französischen Worte tournsr, das heißt, sich wendenoder drehen, erhalten. Es ist daher auch mehr als wahr-scheinlich, daß sie von den Franzosen zu den Deutschen ka-men.

Die Turniere standen nur wirklichen Rittern offen. Ineiner Turnierordnung von lgZt heißt eS : Niemand sollendie Schranken offen stehen, wenn er nicht g. Ahnen . Vaterund Mutter edel Wappensgenosscn und sämtlich ehrlich Her-kommen hatten. Es mußte ferner laudknndig seyn, daßseine Eltern mehr oder weniger geturm'cri : dieß mußte mitzwey oder drey Zeugen bewiesen werden.

Vor dem Turniere, wurden die Mappen derer, die tur-nicren wollten, in den benachbarten Kirchen und Küsternaufgehangen. Es hieß dieses die Schi! >. scha u. Ein Eh-renhold mußte öffentlich die Namen derer, denen die Schi.de

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