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Der weite Umfang der Kriegskunst laßt sich nicht auf ein-
mal übersehen, man muß zeitig ansangen, ihre Marimc»zu lernen. Sie sind so genau miteinander verbunden, daßjeder in seinem Grade, den Zusammenhang des Ganzen ein- !sehen muß, wenn er vernünftig und nach der Vorschrift derKunst verfahren will. Dringet also nur, meine jungenFreunde, in die Geheimnisse der Kunst, auch alsdann nochein, wann män euch mißkcnnet, im Staube schmachten läßt,wann euch keine äußere Vorzüge zu Theil werden, uud wannthr wenig Hoffnung habt, euch auf hohe Stellen empor ar- .beitcn zu können? O lasset euch dieses nicht irre mache»,gehcftauf der rühmlichen Bahn, die ihr einmal betreten hebt,getrost sort; verfolget den Weg der Pflicht und der Ehre.Begnüget euch in dieser Lage an dem innern Gefühle, hö-here Stellen zu verdienen, und beweiset durch fleißige miögewissenhafte Erfüllung eurer Pflichten, daß ihr wirklich von 'dem Gläk einen günstigern Blik vctdient hattet-. r
Das Urtheil aller Thoren der Welt muß einen Man»nicht hindern, seinen Werth zu empfinden. Er schäzer sichhoch, aber er ist dabey bescheiden. Erinnert euch also, daßwenn es schwer,ist, durch die Gunsibezeugungen des Glühnicht stolz zu werden, es nicht weniger schwer ist, die Unge-rechtigkeiten dc'sselben mit Würde zu ertragen-.
Das Schiksal kann verursachen, daß das gemeinste Ver-dienst uns blendet; aber bey der geringsten Widerwärtigkeitkommt der Held wieder zum Vorschein. Und welche Lchrcfür die Welt ist der Held> der mit dem Glükc kanipfc»
muß!