irntr jeden Gcsezgebung ist. Denn das allgemeine Vev»spiel, die Sitten, der Unterricht stunden mit der Erziehung,und diese mit der Gesczgebung in der vollkommensten Har-monie.
Die Leibes-Uebungen sind wesentliche Mittel, dwrchwelche der Körper abgehärtet und stark erhalten werden kann.Die Gymnastik, dieser bey unS, wie es scheint, allzu ge»ring gcschäzte Theil der Erziehung, trug nicht weniger zuder Größe des Griechen bey. Von Kindheit an beschäftigtesie ihn mit Uebungen, welche dem Leibe Starke, Schön-heit und Anmuth ertheilten, und welche die Seele mit denGedanken des Siegs und der Ehre erfüllten. ^)
Man sollte die jungen Krieger nicht allein ererciren, son-dern auch schwimmen; nicht allein das gewöhnliche
*) Iselln.
**) Es ist zu bewundern, baß die vielen gefährlichen Gelegen-heiten, in welche der Mensch kommen kann, ihn nicht dar-auf gebracht haben, aus dem Schwimmen ein wesentlichesStnk in dem Unterrichte der Jugend zu machen. Man wirdgestehen müssen, daß es eine, dem Soldaten allemal sehr nüz-liehe und nicht selten ganz nothwendige, Gcschiklichkeit sey.Man sieht die Folgen sehr wohl ein, und man sollte daher denVortheil nicht vernachläßigen, den man sich so leicht verschaf-fen kann. Man lobet noch immer jene Spanier, die mit demDegen in dem Munde in die Eibe sprangen, jene Türken, dis-sich in die Mur stürzten, jene Ungarn, die sich in die größ-ten Flüsse wagten; man erzählt sich noch heut zu Tage mitBewunderung,lmit welchem Muthe die wirtembergischcn Husa-ren im Kriege vom Jahr 1757 über die Elbe geschwommen.Die alten und neuern Kriegs-Geschichten sind voll von ähnlichenBeyspielen. Man findet allenthalben Parteyen, die schwim-mend über Kanäle gegangen; ich finde, daß 500 Pferde durchdie Scheide bey Vouchin geschwommen, und daß man zu eh-