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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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diesem Stäke durch Unterricht und Uebung ausgearbeitet, voLkommener und größer gemacht werden. Wenige Leute wer«den tapfer geboren, der Fleiß kann durch gute Erziehung vieledazu machen. Bey der physischen Erziehung ist vorzüglichdarauf zu sehen, daß man Ungleichheit und Disharmonie ver-meide, die so leicht in den verschiedenen Punkten der erste»Behandlung entstehen. Man muß sich der Natur näher»und sich nicht von ihr entfernen. Denn um aus Kinderngesunde und brauchbare Menschen zu bilden, mag wohl dereinzige Weg sey», daß man sie frühzeitig mit den Elemen-ten und Einflüssen bekannt mache, in denen sie einst lebe»sollen; allen Zwang, Künsteley und alles, was zu schnelleReifung bewirken könnte, vermeide, den Geist nicht ausKosten des Körpers auszubilden, und mit einem Wort, dieso lange verkannten Rechte der Natur und der Kindheitrcspektire.

Die Deutschen des Strabo härteten die Kinder durcheine harte Lebensart ab. Wann sie größer wurde», ging allerUnterricht dahin, den Muth durch die Beyspiele der Vor-fahren anzufeuern, und ihnen eine Begierde nach dem Ruh-me beyzubringen, den sie durch Tapferkeit erhalten könn-ten. Die Erfahrung zeiget unstreitig, daß die Erziehungder Jugend einen großen Einfluß iu das Genie der Völker,in die Beschaffenheit der Nationen behaupte. Der Sarmn-te liegt von der zartesten Kindheit an auf dem Pferde, derAraber wachst bey der Jagd auf, der junge Tatar drükcteinen kleinen Pfeil ab, der Deutsche, welcher zu Zerr-Manns Zeiten lebte, gab seinem Sohne kein ander Spiel-gerathe, als Spieß und Schild. Mußten sie durch dichGewohnheiten nicht kriegerisch werden, da sie als Kinderschon den Krieg und das Gefecht in allerley Abwechselungensahen ? Diese Völker hatten aber hierüber keine geschriebene